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Joseph Haydn: „Die Jahreszeiten“ – Presse-Information

12. April 2013

Joseph Haydn (1732-1809) schildert in seinem nach Frühling, Sommer, Herbst und Winter eingeteilten Oratorium „Die Jahreszeiten“ aus der Perspektive der Bauersleute Hanne, Simon und Lucas den Ablauf eines Jahres, die Entwicklung der Natur, die Tätigkeiten, Freuden und Sorgen ländlichen Lebens. Das Besondere und besonders Reizvolle an dem Werk ist vor allem die musikalische Ausdeutung des Texts, der von dem Librettisten Gottfried van Swieten auf der Basis einer englischen Dichtung von James Thomson gestaltet wurde. So verfolgen die Zuhörer gespannt mit, wie bei der Jagd im Herbst die Hundemeute dem Hirsch hinterher hetzt, sie beobachten amüsiert, wie der Chor der Landleute nach ausgiebiger Weinprobe in taumelndem Rhythmus nach Hause wankt. Daneben aber gibt es auch Passagen poetischer Zartheit und feierliches Pathos, etwa bei der Darstellung des Sonnenaufgangs.

Die Aufführung dieses humorvollen, geistreichen und für seine Zeit modernen Werks wird unterstützt durch Fotografien, die der Siemens-Fotoclub (SGS-FOTO-AMBERG im DVF) aus den Arbeiten seiner Mitglieder ausgewählt hat, so dass zur musikalischen auch noch eine bildliche Farbigkeit kommt.

Das Oratorium „Die Jahreszeiten“ wird am Sonntag, 28. April 2013, 19:00 Uhr im Amberger Congress Centrum aufgeführt. Dirigent Dieter Müller hat hierzu neben den erfahrenen Sängerinnen und Sängern der Amberger Chorgemeinschaft auch den jungen und fachkundigen Chor der Berufsfachschule für Musik des Bezirks Oberpfalz unter seinem Taktstock – eine Kombination aus reiferen und jugendlichen Stimmen, die schon beim Festkonzert zum 30-jährigen Jubiläum der Chorgemeinschaft sehr gut harmonierte; den umfangreichen und klangvollen Orchesterpart übernimmt das dem Amberger Publikum bestens bekannte Sinfonieorchester Bohemia Prag. Als Solisten konnten Barbara Baier (Sopran), André Khamasmie (Tenor) und Daniel Blumenschein (Bass) gewonnen werden.

Barbara Baier, Sopran

Barbara Baier, Sopran

Die aus Oberbayern stammende Sopranistin Barbara Baier wurde vom Amberger Publikum bereits bei verschiedenen Auftritten mit der Amberger Chorgemeinschaft gefeiert. Sie hatte Verträge am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und an den Theatern in Hannover und Ulm. Des Weiteren hatte Baier Engagements an der „Opéra du Rhin“ in Strasbourg und am „Chârelet“ in Paris. Seit 2003 sang sie die Rolle der „Königin der Nacht“ in Mannheim sowie am Staatstheater Stuttgart. Insgesamt pflegt die Sopranistin eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland mit Oratorien und Liederabenden. Rundfunk- sowie CD-Aufnahmen runden ihre vielseitige künstlerische Tätigkeit ab, die auch die zeitgenössische Musik mit einbezieht.

Daniel Blumenschein, Bass

Daniel Blumenschein, Bass

Auch den in Halle geborenen Bariton Daniel Blumenschein kennt man als einen der Stamm-Solisten der Amberger Chorgemeinschaft, dessen Gesang von der Kritik stets mit großer Anerkennung bedacht wird. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig im Hauptfach Gesang bei KS Prof. em. H. Ch. Polster. Seine Studien wurden mit Auszeichnung absolviert, und er ist Preisträger mehrerer Gesangswettbewerbe, Stipendiat der Hans-und-Eugenia-Jütting-Stiftung und erhielt 2004 das Richard-Wagner-Stipendium. Seinen sängerischen Schwerpunkt hat er auf das Konzertfach gerichtet. Er singt bereits seit einigen Jahren, mit großen Erfolgen, im In- und Ausland, alle Konzert- und Oratorien-Partien seines Stimmfaches. Dabei reicht seine Spannbreite vom Barock bis hin zu Uraufführungen der Moderne. Daniel Blumenschein ist als Bariton ein stets gefragter Solist mit nationaler und internationaler Podiumserfahrung. Sein künstlerisches Schaffen erhält immer wieder positive Resonanzen von Dirigenten, Regisseuren, Kritikern und vor allem vom Publikum, mit Prädikaten der erheblichen Bühnenpräsenz, Klangschönheit, emotionale Überzeugungskraft und sicherem Gestaltungsinstinkt. Bühnenerfahrungen konnte Daniel Blumenschein als freischaffender Opernsänger an Opernhäusern wie Opera de Nice, Oper Halle, Anhaltisches Theater Dessau u.v.m. sammeln. Regelmäßige Einladungen führen ihn immer wieder zu Inszenierungen, Konzerten und Liederabenden bei renommierten Festspielen (Halleschen Händelfestspiele, Leipziger Bachfest, Köthener Bachfest, Kunstfest Weimar, Wernigeröder Schlossfestspiele, Opernfestspiel in Peralada und San Sebastian), welche zum Teil von Rundfunk und Fernsehen dokumentiert wurden.

André Khamasmie. Tenor

André Khamasmie, Tenor

Mit seiner strahlenden, farbenreichen Tenorstimme und seinen kreativen Interpretationen erwirbt sich André Khamasmie zunehmend Ansehen und Format. Das Spektrum seiner sorgfältig ausgewählten Opernrollen reicht von Tamino und Belmonte bis hin zu Nemorino und dem italienischen Sänger in Richard Strauß’ „Rosenkavalier“. Der Sänger legte schon früh Wert auf ausgewogene Vielseitigkeit und erarbeitete sich ein exklusives und beeindruckendes Repertoire im Lied- und Konzertgesang sowie geistlichen Werken. Dabei arbeitete er mit renommierten Dirigenten wie u.a. Kurt Masur, Sir Roger Norrington, Herbert Blomstedt, Fabio Luisi. Seine Engagements führten ihn durch ganz Europa und ließen ihn bei zahlreichen CD-, Rundfunk- sowie Fernsehproduktionen mitwirken. Der gebürtige Leipziger studierte bei KS Prof. Rudolf Riemer und arbeitete mit Ingrid Figur und Svein Bjørkøy.

Eintrittskarten zu € 28 bzw. 24 Euro (ermäßigt: 22 / 18 Euro) sind bei der Tourist-Info Amberg oder an der Abendkasse im ACC erhältlich.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturreferat der Stadt Amberg.

From → Ankündigung

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