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Ein feste Burg ist unser Gott (Ankündigung)

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Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther, der Überlieferung nach, an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug.

Während in früheren Jahrhunderten Reformationsjubiläen national und in konfessioneller Abgrenzung begangen wurden, soll das diesjährige Jubiläum von Offenheit, Freiheit und Ökumene geprägt sein. Es geht dabei nicht nur um das Jubiläum 500 Jahre Reformation, sondern es soll auch daran erinnert werden, welche Rolle die Reformation bei der Entstehung der Moderne gespielt hat. Denn das, was von Wittenberg im 16. Jahrhundert ausging, veränderte Deutschland, Europa und die Welt.

In den „Tischreden“ wird Luther zitiert: „Der schönsten und herrlichsten Gaben Gottes eine ist die Musica. Der Teufel erharret ihrer nicht. Die Noten machen den Text lebendig. Sie verjagt den Geist der Traurigkeit, wie man am Könige Saul siehet.“ Luther war geübter Sänger und Lautenspieler. Als Komponist und Lieddichter hat er die reformatorischen Glaubenssätze zu Musik verdichtet.

Die Amberger Chorgemeinschaft, zusammen mit dem Sinfonieorchester der Berufsfachschule für Musik unter der Leitung von Dieter Müller haben ein Programm zusammengestellt, bei dem die Aussagen des Reformators durch die Tonsprache bedeutender Komponisten wie Nicolai, Tunder, Telemann und Mendelssohn-Bartholdy wiedergegeben werden. Gleich einer akustischen „Rauminstallation“ eröffnen Chor und Orchester das themenbezogene Konzert mit der Ouvertüre über den Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Otto Nicolai. Über den gleichen Choral folgen zwei Kompositionen aus der Barockzeit: Franz Tunders Choralkonzert für Chor, Streicher und Basso continuo und Telemanns Motette für Chor, Instrumente und Basso continuo. Als zentrales Werk des Abends wird die Sinfonie Nr.5 d-Moll op. 107 die „Reformations-Sinfonie“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy durch das große Sinfonieorchester zur Aufführung gelangen. Den Abschluss des Konzertes bildet ein inniges musikalisches Gebet nach Worten Martin Luthers „Verleih uns Frieden gnädiglich“, ebenfalls in einer Vertonung von Mendelssohn-Bartholdy. Robert Schumann urteilte über dieses Stück, welches er am Vorabend des Reformationsfestes von 1839 erstmals zu Gehör bekam: „…eine einzig schöne Composition…“.

Das Konzert findet am Sonntag, 19. November 2017, um 17 Uhr im Kongregationssaal, Malteserplatz 4 statt. Der Eintritt beträgt 18,- € bzw. 14,- € ermäßigt. Kinder bis zum Alter von 14 Jahren haben freien Eintritt. Karten sind im Vorverkauf bei der Tourist-Information, Hallplatz 2 in Amberg, sowie an der Abendkasse erhältlich.

„Erste Walpurgisnacht“ ließ keine Wünsche offen

_DSC_3421_totaleDie Kritikerin der „Amberger Zeitung“, Marielouise Scharf, schreibt in ihrem Konzertbericht (AZ vom 15.05.2017) zum Auftritt der Amberger Chorgemeinschaft im ACC:

„Was die Amberger Chorgemeinschaft, der Chor der Berufsfachschule für Musik Sulzbach-Rosenberg, drei Solisten und das Sinfonieorchester Bohemia Prag unter Leitung von Dieter Müller zu Gehör bringen, das spricht nicht nur das Herz an, das ist gleichzeitig ein Hochgenuss für Ohr und Auge.

Wolken-Wellen-und-Wald-Fotografien sowie Szenen romantischer Maler, die der Arbeitskreis Fotografie der VHS Amberg beisteuert, illustrieren auf großer Leinwand die Kompositionen. Für sein ambitioniertes Unternehmen hat sich Maestro Müller seiner beiden groß besetzten Chöre (Amberger Chorgemeinschaft, Chor der Berufsfachschule für Musik Sulzbach-Rosenberg) sowie des vorzüglich aufspielenden Sinfonieorchester Bohemia Prag versichert, mit denen sich harmonischer Reichtum sowie satte Klangpracht in den romantischen Werken mitreißend realisieren lassen.

Dynamische Riesenbögen

Eröffnet wird der Abend mit der Ouvertüre für Orchester op 20 „Die Waldnymphe“ von William Sterndale Bennett. Ein guter Einstieg, der noch nicht die volle Dramatik romantischer Tondichtung vorweg nimmt, aber den Weg hin zum gewaltigen Höhepunkt der Walpurgisnacht bestens bereitet. Es folgen Robert Schumanns „Nachtlied“ und das „Schicksalslied“ von Johannes Brahms, ein Paradebeispiel für die Klangpoesie des Komponisten. Müller lässt den Chor in dynamisch fein differenzierten Riesenbögen schwelgen. Für die wie immer wohlpräparierten Chöre Gelegenheit, Homogenität, flüssige Kantabilität und ausbalancierte Klangästhetik eindrücklich unter Beweis zu stellen.

Nach der Pause wieder Einzug der Akteure, (fast) alle wie aus einem Guss in edlem Frack und modischem Abendkleid. Sehr festlich, sehr eindrucksvoll anzuschauen! Und wie aus einem Guss wirkt auch Mendelssohns „Erste Walpurgisnacht“, die Vertonung von Goethes frech antiklerikaler Ballade. Alle Interpreten wissen die Stimmungswechsel mit entsprechenden Klangfarben zu untermalen. Die Solisten: Adelheid Lang (Alt) aus Nürnberg, André Khamasmie (Tenor) aus Leipzig und Daniel Blumenschein (Bass-Bariton) aus Leipzig liefern einen engagierten und dramatisch spannenden Beitrag.

Allen voran der Bassbariton Daniel Blumenschein. Mit schillernder Präsenz schlüpft er in die Rolle des Druidenpriesters und sorgt dafür, dass die „dumpfen Pfaffenchristen“ ihr Fett wegbekommen. Richtig gruselig steigt der plastisch deklamierende Chor ein, um den Widersachern mit „Zacken, Gabeln und Klapperstöcken“ einen furchterregenden Hexensabbat vorzutäuschen. Aus der Dunkelheit lenken Dichtung wie Komposition hinauf zum Licht mit dem wunderbar intensiv gestalteten, gleichsam von innen heraus leuchtenden Finale.

In Höchstform

Die jugendlich-frische Farbe des Chores und der temperamentvolle Ausdruckswille der Sänger passen perfekt zur romantischen Grundstimmung des ganzen Programms. Alle präsentieren sich in Höchstform und singen sehr ausgewogen. Auch das Orchester verrät schon in der Ouvertüre der „Walpurgisnacht“ die Dramatik des Werkes und lenkt mit Leichtigkeit und Klarheit in die atmosphärische Dichte der Hexennacht.

Es ist wunderbar, wie farbenfroh und effektvoll Mendelssohn diese von Goethe erdachte Szenerie musikalisch auskostet. Er schafft grandiose Musik, beschwingt, anrührend, erhaben. Und Dieter Müller gelingt das Meisterstück, alle Sänger und Musiker auf diese Stimmung einzuschwören. Sein spannendes, licht- und farbreiches Interpretations-Feuerwerk erweckt Gefühle, macht Sinn und bereitet Freude beim Zuhören. Minutenlanger Applaus!“

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Ankündigung „Die erste Walpurgisnacht“

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Das romantische Jahrhundert – ein Zeitalter geprägt von politischen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Revolutionen. Sind wir uns in unserer Zeit noch bewusst, dass, noch bevor Beethovens „Neunte Sinfonie“ oder Webers „Freischütz“ uraufgeführt wurden, bereits die ersten Lokomotiven rollten oder die ersten Dampfschiffe die Ozeane kreuzten; dass sich Verkehr, Technik und kapitalistische Wirtschaft, in einer schwindelerregenden Progression entfalteten, welche die Fundamente der Gesellschaft ins Wanken brachte?

Die Musik des 19. Jahrhunderts spiegelt von all dem nur sehr wenig wider. Es ist wie eine Flucht aus der Realität, in die Welt der Vergangenheit, der Phantasie, des Märchens oder die des Traumes. Das lyrische Ich ist in jener Zeit beständig auf der Suche nach „Heimat“ nach Geborgenheit, in einer Welt, die für die meisten ihrer Zeitgenossen fremd geworden war. Die Tonkunst entdeckt für sich die Literatur, die Zauber- und Phantasiewelt des Märchens oder die der Sagen. Es entstand ein reiches Schaffen und ganz neue Klangwelten entwickelten sich zwangslos aus diesen neuen poetischen und metaphysischen Elementen.

Aus diesem reichen Schaffen der Romantik, hat die Amberger Chorgemeinschaft in Kooperation mit der Berufsfachschule für Musik ein hörenswertes Programm zusammengestellt.

W.S. Bennett: Die Waldnymphe
R. Schumann: Nachtlied
J. Brahms: Schicksalslied
F. Mendelssohn-Bartholdy: Die erste Walpurgisnacht

Sonntag, 14.05.2017, 19.00 Uhr, Amberger Congress Centrum (ACC)

Adelheid Lang: Mezzosopran
André Khamasmie: Tenor
Daniel Blumenschein: Bass-Bariton
Amberger Chorgemeinschaft
Chor der Berufsfachschule für Musik
Sinfonieorchester Bohemia, Prag

Leitung: Dieter Müller

Eintrittspreise: Kategorie I € 24,- (ermäßigt € 18,-), Kategorie II € 18,- (ermäßigt € 15,-)

(Einführungstext von der Homepage der Berufsfachschule für Musik des Bezirks Oberpfalz in Sulzbach-Rosenberg)


In der Amberger Zeitung vom 23.04.2017 erschien folgendes Interview mit Chorleiter Dieter Müller (von Marielouise Scharf):

Chorballaden der Romantik

Wenn Mendelssohn Goethe vertont, dann kommt ein rechter Spuk heraus. Warum das die Amberger am Muttertag betrifft, erzählt im Interview ein Dirigent.

Amberg. Felix Mendelssohn hatte nach eigener Aussage „ein besonderes Faible für den Hexenspuk“. Deshalb gelang ihm wohl auch mit der Vertonung von Goethes Ballade „Die erste Walpurgisnacht“ ein herausragendes Meisterwerk für Soli, Chor und Orchester.

100 Sängerinnen und Sänger der Amberger Chorgemeinschaft und des Chors der Berufsfachschule für Musik des Bezirk Oberpfalz, dazu 40 Berufsmusiker vom Sinfonieorchester Bohemia Prag und drei Solisten: Adelheid Lang (Alt) aus Nürnberg, André Khamasmie (Tenor) aus Leipzig und Daniel Blumenschein (Bass-Bariton) aus Leipzig laden zu einem musikalischen Erlebnis. Neben der fantastisch-musikalischen Hexenjagd bringt Ambergs Ausnahmechor am Sonntag, 14. Mai, um 19 Uhr im Amberger Congress Centrum noch weitere Chorballaden der Romantik: das Nachtlied von Robert Schumann und von Johannes Brahms das Schicksalslied. Der musikalische Leiter Dieter Müller beantwortet dazu Fragen.

Schumann, Brahms, Mendelssohn zählen zu den wichtigsten Vertretern der musikalischen Epoche der Romantik. Die Werke dieser Komponisten prägen bis heute das Repertoire. Warum haben Sie sich diesmal gerade der Romantik im Allgemeinen und der Walpurgisnacht im Besonderen verschrieben.

Müller: Ohne die Amberger Aufführungstraditionen zu kennen, könnte ich mir gut vorstellen, dass ein Großteil der Werke (vielleicht sogar alle), die wir gewählt haben, in Amberg noch nicht zur Aufführung kamen. Zudem ist das 19. Jahrhundert ein Zeitalter, das von politischen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Revolutionen geprägt war. Die Tonkunst – im gewissen Sinne als Gegenpol zur Realität – entdeckt in jener Zeit für sich die Literatur, die Zauberwelt des Märchens und die der Sagen.

Was hat das mit der Walpurgisnacht zu tun?

Die Walpurgisnacht, die Nacht vom 30. April zum 1. Mai, geht auf das keltische Beltane-Fest zurück, eine Feier, die ganz im Zeichen der Fruchtbarkeit stand. Dabei entzündeten die Druiden nächtliche Feuer. Es wurde getanzt und gesungen und in überschäumender Lebensfreude der Übergang vom Winter zum Frühling zelebriert. Die Walpurgisnacht kennen wir heute als nächtliches Gelage im Frühling, das auf der mehr oder weniger fantastischen Vorstellung eines Hexensabbats beruht. In den deutschsprachigen Ländern wird sie außerdem historisch und mythologisch auf dem Gipfel des Brockens assoziiert.

Wie hat Mendelssohn die Handlung der Goethe-Ballade musikalisch umgesetzt?

Goethes 1799 geschriebenes Gedicht „Die erste Walpurgisnacht“ hat mit der grotesk-dämonischen Sphäre des Volksglaubens oder gar einer Feier wilder, teuflischer Orgien nichts zu tun. Einer dramatischen Szene ähnlich, wird eine Opferfeier zum Frühlingsbeginn geschildert. Die Druiden treffen hierzu die Vorbereitungen. Einer aus dem Volke warnt vor den gefährlichen Gegnern. Ein Druide jedoch beruhigt das Volk. Es entsteht die rettende Idee, wie man die christlichen Verfolger von der Opferfeier fernhalten kann.

Und wie?

Bewaffnet mit allerlei Gerätschaften zieht man durch die enge Felsenschlucht und inszeniert dabei einen spektakulären Spuk. Diese besondere Art der psychologischen Kriegsführung funktioniert bestens: Erschreckt von dem scheinbar grauenerregenden Anblick fliehen die christlichen Wächter unter Angstgeschrei. Ein feierlicher Schlusshymnus der Druiden beschließt das Werk.

Wie setzt Mendelssohn das musikalisch um?

Mendelssohn hat den ganzen Reichtum der romantischen Oper in dieser musikalischen Illustration vereint. Die verschiedenen Stimmungen des Gedichts musikalisch in allen Nuancen fein ausgelotet und umgesetzt. Die Schilderungen sind vielfarbig und lebendig, immer meisterhaft differenziert in Melodieführung, Klangfarbe, Instrumentation und Harmonisierung. Der Chor der Druiden ist von einem Einfallsreichtum, den erst der späte Verdi im letzten Akt seines Falstaffs wieder erreicht.

Sie haben eine sehr anspruchsvolle Programmauswahl getroffen. Wie schafft der Chor die künstlerische Umsetzung?

Wir proben mit Unterbrechungen (Weihnachts- und Silvesterkonzerte) seit September 2016 in der Regel wöchentlich. Mit der Auswahl wollten wir eine Alternative zu geistlichen Konzerten anbieten und das Interesse der Amberger Musikfreunde auch einmal darauf lenken und neugierig machen auf guten, geschulten Chorgesang, der für das Gelingen einer derartigen Darbietung von unbedingter Notwendigkeit ist. Unser Wunsch: durch den Interpretations- und Qualitätsanspruch ein volles ACC!

Warum haben Sie das Datum Muttertag gewählt?

Hierbei galt es pragmatisch zu sein: einmal sollte das Konzert nicht mit anderen Veranstaltungen kollidieren außerdem wollten wir das Thema Walpurgisnacht zeitnah am Maianfang haben und wir sehen das Konzert für die ganze Familie und warum nicht als Muttertags-Geschenkidee, zusätzlich zu einem Blumenstrauß?

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Kartenvorverkauf: Tourist Information, Hallplatz 2, 92224 Amberg, Tel. 09621/10239

Ankündigung: Silvesterkonzert

Die Amberger Chorgemeinschaft unter der Leitung von Dieter Müller lädt zu ihrer traditionellen „Abendmusik in der Silvesternacht“ in die Erlöserkirche ein am Samstag, 31. Dezember, um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Für alle, die die letzten Stunden des Jahres mit besinnlichen Impulsen und geistlicher Musik beginnen wollen, ist das Chor- und Instrumentalkonzert der Chorgemeinschaft seit vielen Jahren ein gern angenommener Treffpunkt.

Auch in diesem Jahr bieten die Sängerinnen und Sänger A-cappella-Gesang aus der Advents- und Weihnachtszeit. So beginnt die Abendmusik u. a. mit Karl Hirschs „Nun sei willkommen, Herre Christ“, später wird die Geburt Jesu musikalisch gefeiert mit J. S. Bachs „Uns ist ein Kindlein heut geborn“, und G. F. Händels „Tochter Zion“ bildet den festlichen Abschluss.

An der Orgel bietet Ute Steck zwischen den Liedern des Chores weihnachtlich-feierliche Sätze, u. a. Choralpräludium und Fuge über „Hark! The Herald Angels Sing“ von Stanley E. Saxton, das Choralvorspiel zu „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von J. S. Bach und die Suite über „Votre bonté grand dieu“ von Claude Balbastre.

Zugang zur Erlöserkirche ist möglich von der Martin-Schalling-Straße bzw. von der Philipp-Melanchthon-Straße aus. Am Ende des etwa einstündigen Konzerts wird um Spenden zur Deckung der Kosten gebeten.13_silvester_chorgemeinschaft

Ankündigung: Adventskonzert in St. Konrad

Es nahet der Heiland

Adventskonzert in St. Konrad, Amberg-Ammersricht, am Sonntag, den 4.12.2016, um 17 Uhr.

„Es nahet der Heiland, den Gott uns verheißen…“ – unter diesem Motto und zu vorweihnachtlicher und weihnachtlicher Musik für Chor und Orchester lädt die Amberger Chorgemeinschaft in die Ammersrichter Pfarrkirche St. Konrad am zweiten Adventssonntag, den 4. Dezember, um 17 Uhr ein.

16_adventkonzert_web_stkonrad_v6Der Chor, der vom Orchester unbegleitet in a-cappella-Formation singt, beginnt mit einem eindringlichen und anrührenden Adventslied aus dem 11. Jahrhundert, spannt den musikalischen Bogen dann weiter, über die sinnenfreudigen Klänge des Barockzeitalters bis hin zu den großen Romantikern Mendelssohn, Brahms und Reger. In abwechselnden Vorträgen werden sich die Amberger Chorgemeinschaft und das Orchester der Berufsfachschule für Musik, beide unter der Leitung von Dieter Müller, mit dem adventlichen Thema auseinandersetzen.

Die herbe Tonart g-Moll des Concerto grosso op. 6/6 von Georg Friedrich Händel wird noch ganz die vorweihnachtliche Sehnsucht zum Ausdruck bringen, auch wenn die Thematik der „Musette“ aus dem gleichen Concerto, in seinem Es-Dur, bereits Anklänge an das weihnachtliche Leuchten des Messias bringt. Dieses Werk wird wie eine instrumental-thematische Klammer um das ganze Abendprogramm gespannt sein. Die erste Orchestersuite von Johann Sebastian Bach, die ebenfalls in dem Konzert erklingen wird, präsentiert in seinem lichtstrahlenden C-Dur bereits die Überwindung der Dunkelheit. Als „Tonart des Lichtes“ wird das Werk, in seiner prächtigen Besetzung mit Streichern und Oboen, dem Hörer schon weihnachtliches Leuchten zu Gehör bringen.

Ein vorweihnachtlicher Konzertabend voller adventlicher Sehnsucht und (vor-) weihnachtlicher Freude. Karten zu 18,- € (und ermäßigt 14,- €) sind an der Abendkasse in der Kirche zu erhalten.

 

Das Hohe Lied Salomos (19.06.2016)

Besprechung des Konzerts in der Amberger Zeitung vom 25.06.2016. COG schreibt:

Was ist Liebe? Wie äußert sie sich? Diesen Fragen ging die Amberger Chorgemeinschaft mit dem Streichorchester der Berufsfachschule für Musik Sulzbach-Rosenberg nach. Im Zentrum des Konzerts in der Dreifaltigkeitskirche stand „Das Hohe Lied Salomos“.

16_das-hohelied-salomos_plakat-webAmberg. (cog) Zur Einstimmung spielte Ludwig Schmitt auf der Orgel Johann Sebastian Bachs herrliches „Praeludium und Fuge D-Dur“. Damit war das doch recht große Publikum auf Orlando di Lassos „Veni dilecte me“ vorbereitet. Die rund 40 Akteure der Chorgemeinschaft hatten sich ganz vorn in der Kirche an den Wänden des Altarraums aufgestellt, so dass die Männer in der Mitte standen und die Frauen an den Seiten. Dadurch konnte Dirigent Dieter Müller ausgleichen, dass die Männerstimmen deutlich weniger stark besetzt waren als die Frauen.

Das Klangbild war ausgewogen, durch die große Entfernung wirkten die Sänger gleichsam entrückt, und auch die folgende Komposition zum Hohen Lied von Tomás Luis de Victoria („Quam pulchri sunt“) klang wie ein Gruß aus lang vergangener Zeit. Näher gerückt wurden diese Stücke den Konzertbesuchern durch Adelheid Lang, die die lateinischen Texte auf Deutsch vorlas. Dabei legte sie Sehnsucht, Erotik und Liebesglück in ihre ausdrucksstarke dunkle Stimme.

03-web_dsc_0893_solistinnenAls Sängerin konnte man sie zusammen mit Sopranistin Manuela Spitzkopf in zwei Sätzen aus Heinrich Schütz‘ „Symphoniae Sacrae I“ erleben. Von einem kleinen Instrumentalensemble begleitet, machten sie Liebessehnsucht und -freude hörbar. Höhepunkt des Konzerts war die Uraufführung von „Solomon’s Song of Songs for mixed Choir, Stringorchestra and Percussion“. Dieter Müller hat hier Texte aus dem Hohen Lied vertont. Eine A-cappella-Version wurde heuer im April uraufgeführt. Jetzt erlebte die um eine Instrumentalbegleitung erweiterte Fassung ihre erste Aufführung. Die Chorgemeinschaft stellte sich jetzt vor dem Volksaltar auf, davor waren das kleine Streichorchester und der Percussionist mit Vibraphon, Becken und Tamburin postiert. Der Komponist stand selbst am Pult und dirigierte.

02-web_dsc_0894_dirigentIn diesem vierteiligen Zyklus hat Müller die Poesie und Erotik des 2500 Jahre alten Textes in Musik für unsere Zeit gesetzt. Sehr komplexe Harmonien, ausgefeilte Dynamik und anspruchsvolle Rhythmen verlangten dem Chor alles ab. Müller führte die Sänger sorgsam durch den „Song“. Unter seinem sehr genauen Dirigat erblühten das Werk in Präsenz und Klarheit, mit schöner Dynamik.

In „Song of the Flower“ sang die Sopran-Solistin Jana Müller den Part der Rose. Ihre schöne Stimme schwebte über dem Chor, antwortete ihm oder suchte mit zärtlicher Klage nach dem Geliebten. Das war zauberhaft. Die Musik war sehr bildlich. In den Tönen spürte man gleichsam den Wind durch den Garten wehen und die blühenden Reben duften. Die Streicher malten die Blumen, Bäume und Balsamberge, während der Percussionist sehr zart mit dem Vibraphon die Taube gurren ließ. Der vierte Teil „Song of the Sunset“ leuchtete von überströmendem Glück, versprach selige Erfüllung.

Beglückend, aber vergänglich ist die irdische Liebe zwischen Mann und Frau. Ewig ist nur die Liebe Gottes. Zum Abschluss sang deshalb die Chorgemeinschaft Johann Ernst Eberlins Kantate „Quae est ista“, in der Maria, die Mutter Jesu, verherrlicht wird als Zeichen der immerwährenden göttlichen Liebe.

Das Publikum war beglückt, erfüllt von der herrlichen Musik und applaudierte kräftig und ausdauernd.

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Ankündigung: Mozart-Requiem in Amberg-Ammersricht am 15.11.2015

15_requiem_ACG_2webAm Volkstrauertag, dem 15. November, bringt die Amberger Chorgemeinschaft um 17 Uhr in der Kirche St. Konrad in Amberg-Ammersricht das berühmte Requiem in d-moll von W. A. Mozart zur Aufführung.

Mozarts 1791 entstandene letzte Komposition, sein unvollendetes Requiem, steht bis heute im Ruf eines geheimnisumwitterten Werkes. Um seine Entstehung Werkes ranken sich altvertraute Anekdoten, so diejenige des historisch überlieferten „unbekannten Boten“, der Mozart mit dem anonymen Kompositionsauftrag einer Seelenmesse das drohende Unheil des eigenen Todes übermittelt haben soll. Auch den schon früh nachweisbaren Vermutungen über eine Vergiftung Mozarts durch den eifersüchtigen Widersacher Antonio Salieri gesellen sich bis in die jüngste Zeit neue Märchen hinzu. Mozart wusste allerdings, wer der Auftraggeber war: Graf Walsegg, der das Werk zum Gedenken an seine verstorbene junge Frau aufführen lassen wollte. Da Mozart mit der Komposition »Die Zauberflöte« und »La clemenza di Tito« beschäftigt war, konnte er erst mit zeitlicher Verzögerung mit der Arbeit an dem Requiem beginnen – zu spät, wie man weiß. Mozart starb am 5. Dezember 1791, ohne die Kompositionsarbeiten an der aufgetragenen Seelenmesse abgeschlossen zu haben.

Vier namhafte Solisten konnten für die Solopartien gewonnen werden: Evelyn Ertl von der Staatsoper München und Adelheid Lang, sowie die beiden Konzertsänger Rüdiger Husemeyer und Thomas Wittig. Adelheid Langs warmer Mezzosopran ist dem Amberger Publikum bereits vertraut, und der Tenor Rüdiger Husemeyer fiel schon vor einigen Jahren bei der Aufführung der „Schöpfung“ mit seiner leichten, geschmeidigen und sicheren Stimmführung sowie mit seiner auf das Werk gerichteten Ausdrucksstärke und sehr guten Textverständlichkeit auf. Auch der Bassist Thomas Wittig kann auf eine lange und mit Preisen gekrönte Karriere als Sänger zurückblicken. So hatte er u.a. Engagements am Theater Gera und am Hans-Otto-Theater Potsdam und ist 1. Preisträger bei internationalen Wettbewerben in Sofia und Paris.

Das Sinfonieorchester der Berufsfachschule für Musik (Sulzbach-Rosenberg) übernimmt den instrumentalen Part. Die Leitung hat Dieter Müller.

Bei aller persönlichen Sicht des Todes und des Schuldbewusstseins ist Mozarts »Requiem« durchaus ein liturgisch ausgerichtetes, in seiner Jenseitshoffnung tröstliches Werk. Die Aufführung ist dem zu Beginn des Jahres verstorbenen Gründungsmitglied der Amberger Chorgemeinschaft, Horst Hörmannsdorfer, sowie allen anderen verstorbenen Mitgliedern des Chores gewidmet.

Karten für 18,- / 14,- Euro sind im Vorverkauf im Büro der Tourist-Info (Hall-Platz 2, Amberg) sowie an der Abendkasse in der Kirche erhältlich.

Ankündigung: Operngala am 10. Mai 2015

Amberger Chorgemeinschaft und Chor der Berufsfachschule für Musik im ACC (2010)

„Seht am Strauch die Knospen springen“

Eine große Operngala für Soli, Chor und Orchester mit Auszügen aus bekannten Opern findet am Sonntag, den 10. Mai 2015 (Muttertag), um 19.00 Uhr im Amberger Congress Centrum statt.

Der Begriff „Oper“ lässt an Drama der Leidenschaften denken, oder an den Widerstreit von Intrige und Edelmut. In der reichen Literatur berühmter Opern finden sich etliche, in denen menschliche Gefühle und Leidenschaften dramaturgisch durch die Masse der Beteiligten gesteigert werden – nämlich durch große Chöre. Chorleiter und Dirigent Dieter Müller hat hier eine durchdachte Auswahl getroffen. Ausgeführt werden die musikalischen Prachtstücke durch die Amberger Chorgemeinschaft, den Chor der Berufsfachschule für Musik und das Prager Sinfonieorchester Bohemia. Als Sopran-Solistin wird Hannah Zitzmann zu hören sein.

Die großen Opernchöre, die im Zentrum dieses abwechslungsreichen und unterhaltsamen Konzertabends stehen, stammen aus berühmten Opern des 19. Jahrhunderts. So werden u.a. dargeboten: der Chor der Landleute aus „Die verkaufte Braut“ von B. Smetana, der schalkhafte Dienerchor aus „Don Pasquale“ von G. Donizetti, die kraftvoll-pathetischen Chöre aus der Oper „Norma“ von V. Bellini oder der beschwingte Eingangschor aus der „Cavalleria Rusticana“ von P. Mascagni. Auch berühmte und berührende Chöre aus den Verdi-Opern „Il Trovatore“ und „Macbeth“ werden in konzertanter Form aufgeführt. Ein furioses Finale in Gestalt der Polowetzer Tänze aus der Oper „Fürst Igor“ von A. Borodin wird den bunten Opernabend beschließen.

Hannah Zitzmann, deren Wurzeln in Amberg liegen und die am Nationaltheater Mannheim an der Seite von Edita Gruberova und Agnes Baltsa sang, wird, neben Ausschnitten aus Mozart-Opern, das sehnsuchtsvolle „Lied an den Mond“ aus der Oper Rusalka von A. Dvoràk sowie die beiden weltbekannten Puccini-Arien „O mio babbino caro“ und „Mi chiamano Mimi“ singen.

Um dem Publikum stets den Zusammenhang der Arien und Chöre in der jeweiligen Oper zu erläutern und den Übergang vom einen Werk zum anderen zu erleichtern, werden zwei junge Künstlerinnen der Berufsfachschule für Musik als Moderatorinnen wirken.

Karten zum Preis € 24 / € 18 (ermäßigt) in der Kategorie I und € 18 / € 15 (ermäßigt) in der Kategorie II gibt es jetzt im Vorverkauf bei Tourist-Information, Hallplatz 2, Amberg sowie am 10. Mai an der Abendkasse im ACC.

Eine große Operngala für Soli, Chor und Orchester mit Auszügen aus bekannten Opern findet am Sonntag, den 10. Mai 2015 (Muttertag), um 19 Uhr im Amberger Congress Centrum statt.
Unter der Leitung von Dieter Müller singt die Amberger Chorgemeinschaft dabei zusammen mit dem Chor der Berufsfachschule für Musik des Bezirks Oberpfalz und wird begleitet vom Sinfonieorchester Bohemia Prag.
Als Sopran-Solistin tritt Hannah Zitzmann auf – eine Künstlerin mit Oberpfälzer Wurzeln, denn sie stammt aus Amberg und hat eine ungewöhnlich verlaufende Gesangskarriere aufzuweisen.

Hannah Zitzmann, SopranSehr früh entdeckte Hannah Zitzmann ihre Singstimme und probierte sich auch auf verschiedenen Instrumenten. Nach Beendigung der Schule absolvierte sie zunächst eine Ausbildung im Feinhandwerk. Während dieser Zeit war sie Solosängerin in einer auf Bundesebene prämierten Funk-und Soulband. Diese Erfahrungen gaben ihr den Impuls ihre Stimme – zunächst für Bandauftritte – professionell ausbilden zu lassen.
So nahm Hannah Zitzmann ein zweijähriges Studium für Gesang an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg auf. Durch die dortige Berührung mit der klassischen Musik wurde sie sich mehr und mehr ihrer Bestimmung zur Opernsängerin bewusst.
Vertiefende Gesangsstudien am Richard-Strauss-Konservatorium München und an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar folgten. Auch außerhalb dieser Institute arbeitete Hannah Zitzmann immer wieder intensiv mit verschiedenen Gesangslehrern. Besonders prägten sie Kammersänger Hermann Winkler und Theaterurgestein Alfred Kuhn. Künstlerische Reife erhielt sie auch durch die Begegnungen mit Hanna Schwarz und Felicia Weathers. Durch die erworbenen Qualitäten wurde Friedemann Layer auf Hannah Zitzmann aufmerksam; ein zweijähriges Engagement am Nationaltheater Mannheim schloss sich an. Dort trat sie unter anderem an der Seite von Edita Gruberova und Agnes Baltsa auf.
Seit 2010 ist Hannah Zitzmann freischaffend tätig. Ihr Lebensmittelpunkt ist München.

Das Prager Sinfonieorchester Bohemia ist aus dem ehemaligen staatlichen Mittelböhmischen Orchester entstanden, das 1961 im tschechischen Kurort Pod brady gegründet wurde.
Dieses Orchester wirkte bis Ende der 80er Jahre im Rahmen von Abonnementskonzerten im mittelböhmischen Raum und Prag. Nach den politischen Umwälzungen des Jahres 1989 erweiterte der Klangkörper seinen Wirkungsbereich auch ins Ausland. Erste Konzerte gab das Orchester in Italien, Großbritannien und Deutschland bereits unter seinem neuen Namen.
Zu den bedeutendsten Veranstaltungen der vergangenen Jahren zählten Konzerte im Rahmen des Musikfestivals Les flâneries musicales in Reims, das von der Yehudi Menuhin-Stiftung ins Leben gerufen wurde. Mit Unterstützung dieser Stiftung bereiste das Orchester ganz Frankreich. Daraufhin folgte eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Operntheater im französischen Draguignan, wo „Bohemia“ als Theaterorchester zur Verfügung stand. In dieser Zeit nahmen die Musiker Opern von Mozart, Puccini und Verdi in ihr Repertoire auf.
Die deutsche Konzertagentur Hoffmann Konzerte verpflichtete das Orchester zu zahlreichen Megashows im Bereich der Oper unter der Leitung von Giuseppe Raffa, die unter dem Titel „World Tour Aida“ in vielen europäischen Kulturzentren wie zum Beispiel Marseille, Basel, München, Stuttgart, Frankfurt/Main und Amsterdam aufgeführt wurden.
Im August 2009 begleitete das Orchester den bekannten Tenor José Carreras bei einem „open-air“-Konzert in Mönchengladbach.
Derzeit besteht das Orchester aus bis zu 90 erfahrenen Musikern und tritt außer in Prag in verschiedenen Städten in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz auf.

Die Leitung der Operngala hat Dieter Müller, der im Hauptberuf zum Lehrkörper der Berufsfach­schule für Musik gehört. Er studierte die Fächer Dirigieren bei Werner Andreas Albert und Flöte bei Karl Schicker. Durch die Teilnahme an internationalen Workshops und Meisterkursen für Dirigieren u. a. in Košice (Slowakei) bei Prof. Ernst Märzendorfer und Mürzzuschlag (Österreich), sowie Szom­bathely (Ungarn) bei Ernst Smole und Prof. Werner Thärichen, vertiefte und erweiterte er sowohl sein künstlerisches wie auch sein pädagogisches Profil als Dirigent.
Ein vielseitiges Aufgaben­gebiet als Chor- und Orchesterdirigent sowie als Flötist zeichnen den bisheri­gen beruflichen Lebensweg von Dieter Müller. Während einer langjährigen Dozenten­tätigkeit als Flötist und Dirigent an der Universität Eichstätt konnte er den Grundstein für sein dirigierpädagogisches Wirken legen. Die regelmäßige Leitung von Dirigierkursen und Dirigentenfortbildungen gehört heute ebenso zu seinen Tätigkeiten wie die künstlerische Arbeit mit Chören und Orchestern.
Die Leitung der Amberger Chorgemeinschaft übernahm er im Jahr 2007.

Eintrittskarten für das Konzert sind zum Preis von € 24 und € 18 (ermäßigt: € 18 und € 15) bei der Tourist-Information, Hallplatz 2, in Amberg und an der Abendkasse des ACC erhältlich.
Das Konzert wird gefördert durch das Kulturreferat der Stadt Amberg.

Höchst harmonischer, volltönender Klang

Der Kritiker der Amberger Zeitung (16. Okt. 2014), Johann Frischholz, beginnt seine Konzertbesprechung mit Anmerkungen zu den Beiträgen Christian Farnbauers an der Orgel:

Es war ein abwechslungsreiches, gattungs- und epochenübergreifendes Programm, das die Zuhörer am Sonntag erlebten. Eröffnet wurde der Reigen von ergreifender sakraler Musik von Christian Farnbauer, der auf der Orgel einen „Trumpet Tune“ von Henry Purcell und im weiteren Verlauf noch einige kleinere Werke von Thomas Adams, Walter Battison Haynes und John Marsh beisteuerte. Mit seiner effektreichen, jubilierenden Interpretation stimmte er das Publikum im Kirchenschiff angemessen auf das Hauptwerk, eine Hymne von Felix Mendelssohn Bartholdy, ein.

Bei seiner Würdigung des Orchesters der Berufsfachschule für Musik des Bezirks Oberpfalz in Sulzbach-Rosenberg (OBMBO) lässt er sich zunächst ausführlich über den Hall in der Kirche aus, der allerdings – wie andere Besucher des Konzerts berichteten – sehr davon abhing, wo man seinen Sitzplatz im Kirchenschiff gewählt hatte. Die Leistung des Orchesters und seines Dirigenten, Dieter Müller, wird dagegen durchaus gelobt. Müller habe „seine Musiker perfekt auf diesen Auftritt vorbereitet“ und er habe sich „jeglicher interpretatorischer Eigenheiten“ enthalten:

Müller erwies sich damit als wahrer Diener der Musik, der nicht sich selbst in den Vordergrund drängte, sondern seine ganze musikalische Autorität dem Dienst an der Musik widmete.

Beim Chor merkt der Kritiker an (nicht ohne nochmals den Hall zu erwähnen):

Die Amberger Chorgemeinschaft ließ es bei den Werken von Thomas Tallis, William Byrd und Felix Mendelssohn-Bartholdy nicht an einem innig-frommen Impetus fehlen. Der Hall, der dem Orchester Schwierigkeiten bereitete, verhalf den Sängerinnen und Sängern zu einem höchst harmonischen und volltönenden Klang, der beim Zuhörer einen nachhaltigen Gesamteindruck hinterließ.

Beim Hauptwerk des Konzerts, der Hymne op. 96 von Felix Mendelssohn-Bartholdy, erwähnt Frischholz die Leistung der Solistin, Adelheid Lang, die ihren Part „mit ihrer klaren, weichen Stimme sehr eindringlich und mit großem Engagement“ interpretiert habe. Auch die Chorgemeinschaft habe sich dadurch mitreißen lassen und habe sich zu einem „fulminanten Höhepunkt“ gesteigert, der dem Text des dritten Satzes und auch dem Titel des ganzen Konzerts gerecht geworden sei: „Herr, wir trau’n auf deine Güte.“

Amberger Chorgemeinschaft und OBMBO bei Mendelssohns "Hymne"

Weitere Bilder: Fotogalerie der Amberger Chorgemeinschaft auf Flickr.

„Herr, wir trau’n auf deine Güte“: Sonntag, 12. Oktober 2014

Am Sonntag, 12. Okt. 2014, 16 Uhr in der Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Amberg:dreifaltplak

Chor – und Orchesterkonzert

Die Amberger Chorgemeinschaft singt die „Hymne“ op. 96 von Felix Mendelssohn-Bartholdy, außerdem A-cappella-Werke von Thomas Tallis, William Byrd, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Josef Rheinberger.

Das Orchester der Berufsfachschule für Musik Sulzbach-Rosenberg spielt Haydns Londoner Symphonie.

Solisten:
Adelheid Lang – Mezzosopran
Christian Farnbauer – Orgel, mit Werken von Purcell, Marsh, und anderen englischen Komponisten.

Gesamtleitung: Dieter Müller