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Konzerte 2000-2009

Amberger Chorgemeinschaft
Geistliche Abendmusik
Pfarrkirche St. Nikolaus, Ammerthal
(15. November 2009)

„Ich sterbe nicht, ich lebe“
„Geistliche Abendmusik“ in Ammerthal mit der Amberger Chorgemeinschaft und Solisten
Ammerthal. (msc) Stehende Ovationen und Bravorufe in einem Gotteshaus sind wohl eher die Ausnahme. So geschehen am Sonntagabend nach der „Geistlichen Abendmusik“ in der Kirche St. Nikolaus in Ammerthal, die akustisch wie optisch einen hervorragenden Rahmen bildete. Die Amberger Chorgemeinschaft unter Leitung von Dieter Müller hatte dazu eingeladen. 
Werke für Sopran, Chor und Orgel standen auf dem Programm. Als Solisten wirkten mit Dorothea Plohs (Gesang) und Bernhard Müllers (Orgel). Ganz in Schwarz gekleidet präsentierte der Chor den Zuhörern in der gut besuchten Kirche Vokal- und Orgelwerke von der Renaissance bis in die Moderne, Kompositionen des 16. Jahrhunderts bis zur modernen Messe „Missa in honorem Sancti Wolfgangi“, die aus der Feder des Chorleiters stammt. Eine gelungene Aufführung, aus der einige musikalische Pretiosen noch hervorfunkelten. 
Temperamentvoll der Beginn: Johann Ludwig Krebs „Praeludium et Fuga C-Dur“ für Orgel. Müllers legte temperamentvoll los. Zog alle Register und füllte den Raum mit geistlicher Musik, die festliche Stimmung verbreitete. Eine gelungene Einleitung in ein spannendes Konzert. Denn mit Palestrinas „Sicut cervus“ für Chor a capella leuchtete die Stärke des Ensembles in hellsten Farben. Mit klar akzentuiertem Gesang, wohl definierten Stimmlagen und einer durchgängig hohen Konzentration gelang es, die Zuhörer zu überzeugen. Geschliffen die Sprache, präzise die Tonlagen – ein Hochgenuss. 
Kleine Kostbarkeiten wie der Chor von Orlando di Lassos „Super flumina Babylonis“ oder das Zusammenspiel von Orgel und Sopran aus „Kleine geistliche Konzerte“ von Heinrich Schütz‘ „Eile mich, Gott, zu erretten“ zogen in den Bann. Warm und voll die Stimme von Dorothea Plohs. Ausdrucksstark, wie sie die Texte artikuliert, Pausen setzt und Höhepunkte herausarbeitet. 
Ein besonderer Genuss waren die Psalmen 23 und 25 des deutsch-jüdischen Musikers Louis Lewandowski (1821 – 1894). Hier bewiesen Sopran, Chor und Orgel vortreffliche Harmonie. Und Dieter Müller erwies sich als sensibler Dirigent, der auch auf kleinste Details achtet. Wie er hier Musik und Text stimmig interpretiert, mit eleganten Bewegungen den Chor führt, Silben ausschwingen lässt und die Bitte „verzeihe meine Schuld“ wie einen Hauch verschwimmen lässt, das war große Chorkunst. 
Wohl kaum ein Besucher war nicht ergriffen vom „Höre mein Beten, Herr!“ nach der Komposition von Mendelssohn-Bartholdy oder vom Kyrie, dem Sanctus und Agnus Dei aus der Müller-Messe. Ein modern gebauter Lobgesang Gottes, der weder Innigkeit noch Ausdruck vermissen lässt: Dieter Müller hatte seinen Chor in Top-Form gebracht. 
Geschliffen, gefeilt und geübt, um auch sensible Situationen zu unglaublichem Klang zu verhelfen. Ausgewogen die einzelnen Stimmen, ausgeklügelt das Programm, ausgezeichnet der Gesamteindruck. Mit dem Ave Maria von Franz Liszt verabschiedeten sich die Akteure. 
(Marielouise Scharf, Amberger Zeitung, 17. Nov. 2009) 

Amberger Chorgemeinschaft wirkte mit bei
Carl Orff, „Carmina burana“
Malteser-Innenhof, Amberg
(18./19. Juli 2009)

„Opus 1“ lässt zwei Chöre verschmelzen
Carmina Burana im Malteser-Innenhof begeistern ca. 2000 Zuhörer bei zwei Aufführungen 
Amberg. Der Innenhof des Maltesergebäudes ist zwar noch nicht ganz fertig renoviert, hat aber dieses Wochenende schon die höheren Weihen als weiterer Veranstaltungsort in der Amberger Innenstadt erhalten. 
Jeweils mehr als 800 Zuhörer konnten am Samstag und Sonntag zwei Großwerke der Musik des 20. Jahrhunderts genießen. […] Nach einer kurzen Umbaupause ging es mit Carl Orffs wohl populärstem Werk, den „Carmina Burana“ weiter. Der Komponist hatte diese Liedersammlung als sein „Opus 1“ bezeichnet und alle seine früheren Werke als nichtig verworfen. Wer einmal dieses riesenhafte Chorwerk in einer – guten – Live-Aufführung miterlebt hat, kann die Begeisterung seines Schöpfers nachvollziehen. 

Mathematische Ungleichung 
So erging es auch den Zuhörern im Malteser-Innenhof. Denn es hatten sich hervorragende Klangkörper zusammengefunden, um dieses den Rahmen sprengende Stück Musikgeschichte darzubringen. Dass eins und eins nicht gleich zwei bedeuten muss, sondern durchaus auch wieder eins ergeben kann, lässt sich zwar mathematisch nicht so ganz beweisen, aber in der Musik ist nichts unmöglich. Denn zusammen bildeten die Amberger Chorgemeinschaft und der Amberger Oratorienchor einen neuen, grandiosen „Überchor“, würdig der größten Anforderungen. Unterstützt wurden die Sängerinnen und Sänger darüber hinaus vom Unterstufenchor des musischen Max-Reger-Gymnasiums, der seinen Part zusammen mit Wolfgang Herrneder einstudiert hatte. 
Die Solisten-Riege konnte sich sehen – oder natürlich besser hören – lassen. Allen voran die gebürtige Puerto-Ricanerin Elaine Ortiz-Arandes. Bei dieser hervorragenden Sopranistin klang das „Dulcissimo“ wahrhaft dulcissimo. Ihre männlichen Kollegen, der Bariton Oscar Quezada aus Chile und der spanische Tenor Joaquin Asiain, der seinem „sterbenden Schwan“ mit vollem Körpereinsatz die humoristisch-tragische Komponente verlieh, die diesem „Carmen“ angemessen war, standen ihr gleichwertig an der Seite. 

Ein würdiger Einstand 
Es gebührt Thomas Appel, der die Gesamtleitung innehatte, größtes Lob dafür, die vielen verschiedenen Beteiligten souverän zu führen und vor allem, jeden Einzelnen zur Höchstleistung zu motivieren. 
Die Chöre, das Orchester, die Solisten und der Dirigent haben dazu beigetragen, dass der Malteser-Innenhof einen würdigen Einstand unter den Amberger Event-Plätzen bekommen hat. Hoffen wir, dass sich das Rad der Fortuna weiter dreht und wir noch viele schöne Konzerte – oder auch Theateraufführungen? – an dieser Stelle erleben können. 
(Hans Eisenberg, Amberger Zeitung, 20. Juli 2009) 

Amberger Chorgemeinschaft
Joseph Haydn, „Die Schöpfung“
Pfarrkirche St. Konrad, Amberg-Ammersricht
(5. April 2009)

Stehende Ovationen für packendes Oratorium
Klassischer Genuss in Amberg-Ammersricht: Haydns „Schöpfung“ glänzt in St. Konrad
Amberg. Am Schluss gab es stehende Ovationen und Bravorufe für eine großartige Leistung: In der sehr gut besuchten St.-Konrad-Kirche in Amberg-Ammersricht war Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ am Sonntag in einer glanzvollen und fesselnden Präsentation zu erleben. Die Amberger Chorgemeinschaft, unterstützt vom Sinfonieorchester Bohemia Prag und ausgezeichneten Solisten, bot dieses geniale Oratorium in einer faszinierenden Geschlossenheit.
Dieter Müller hatte seinen Chor in Top-Form gebracht. Den großen Apparat von Orchester, einem 60 Personen starken Chor und den Gesangssolisten führte er mit klarem, präzisem Dirigat ohne theatralische Mätzchen. Die „Schöpfung“, das ist Haydns musikalische Deutung der Erschaffung der Welt vom Anbeginn der biblischen Schöpfung des Himmels und der Erde bis zur Erschaffung des Menschen. […]
Das Orchester in fast sinfonischer Stärke glänzte durch geschmeidige Streicher, ausnehmend gute Holz- und saubere Blechbläser und ließ sich vom Dirigenten zu flexibler musikalischer Gestaltung inspirieren. […]
[…] Mit fundiertem, sehr weich geführtem Bass war Bariton Christian Eberl sowohl im Rezitativ wie in den Arien einfach große Klasse. Barbara Baier machte als Sopranistin deutlich, dass eine ihrer Paraderollen die Königin der Nacht ist. Mit dramatischer Fülle, höhensicheren Koloraturen und einer immensen stimmlichen Wandlungsfähigkeit überzeugte sie sowohl als Erzengel Gabriel wie auch als Eva.
[…] Rüdiger Husemeyer (Tenor) war ein Erzähler par excellence. Schlank, geschmeidig, mit angenehm metallischem Timbre, guter Textverständlichkeit und geschickt kopfig gesungenen Höhen gestaltete er seine Rezitative. […]

Chor ideal gemischt
Größter Aktivposten der Aufführung war jedoch der Chor. In der idealen Mischung von etwa 40 Frauen- und 20 Männerstimmen brachte er sowohl die beweglichen und intimen Stellen wie auch leuchtenden Jubel zum Klingen. Gleichermaßen strahlende wie kultivierte Soprane, sicherer Alt und kraftvoll-geschmeidige Männerstimmen mischten sich zu einem ausgewogenen, stets kultiviert zu hörenden Chorklang. Ein großartiges Werk, faszinierend dargeboten.
(Helmut Fischer, Amberger Zeitung, 07. April 2009)

Amberger Chorgemeinschaft
Abendmusik in der Silvesternacht
Erlöserkirche, Amberg
(31. Dezember 2008)

Musikalische Spitzenleistung abseits von Stress und Hektik
Amberg (ads). Das traditionelle Silvesterkonzert der Amberger Chorgemeinschaft unter der Leitung von Dieter Müller „Abendmusik in der Silvesternacht“ als kultureller Jahresabschluss bescherte dem begeisterten Publikum in der komplett gefüllten Erlöserkirche einen Hörgenuss mit geistlicher Musik auf hohem Niveau. Christian Farnbauer bereicherte das erste Mal das Traditionskonzert mit Werken auf der Orgel.
Abseits von Hektik und Stress brannte die als eine der besten in der Oberpfalz ausgezeichnete Chorgemeinschaft mit einer Besetzung von rund 40 Stimmen ein Feuerwerk von klassisch geistlicher Musik im gebührenden Rahmen des schlichten Kirchenschiffs der Erlöserkirche ab. Die Sängerinnen und Sänger der Amberger Chorgemeinschaft zeichneten sich durch einen transparenten und wendigen Klangkörper und eine hohe musikalischen Sensibilität bei klarer und exakter Artikulation aus, wobei der Chor in seiner Stimmenvielfalt mit wunderbarer Homogenität das Publikum überzeugte.
Gemeinsam mit ihrem Leiter Dieter Müller und dem Organisten Christian Farnbauer bot der Chor den Freunden der konzertanten geistlichen Musik mit einem abwechslungsreichen und vielfältigen Programm einen besinnlichen und erhebenden letzten Abend des Jahres. Ausdruckstarke und besinnliche Advents- und Weihnachtsweisen aus den zeitlichen Epochen der Renaissance, der Romantik und der Moderne verwöhnten das Publikum mit schwermütig nachdenklich stimmenden bis hin zu hoffnungsfrohen erheiternden Klängen. Der Spannungsbogen reichte dabei von einer kraftvoll-herb anmutenden Interpretation von „Machet die Tore weit!“ bis zum sopranhell leuchtenden „Übers Gebirg Maria geht“, der dann mit „O Jesulein zart“ in einem beeindruckendem Piano sanft ausklang.
Jedes Jahr lädt die Amberger Chorgemeinschaft, die wieder ihre geniale Ausdrucks- und Stimmtechnik unter ihrem hervorragenden Leiter Dieter Müller bewies, zusätzlich einen Gast ein, um das beliebte Silvesterkonzert zu bereichern. Der diesjährige Gast war Christian Farnbauer, Organist in der Dreifaltigkeitskirche. Für ihn war es eine Premiere und nach seinen Aussagen eine große Ehre und Freude, den traditionelle Jahresabschluss begleiten zu dürfen. Pfarrer Dr. Johannes Blohm begrüßte die Gäste des Konzerts mit einleitenden Worten und verabschiedete sie mit einem Schlusssegen.
(Amberger Zeitung, 03. Januar 2009)

Amberger Chorgemeinschaft
Nachtkonzert
Klosterkirche St. Peter, Kastl
(5. Juli 2008)

Eindringlich und ruhig
Konzert der Amberger Chorgemeinschaft in St. Peter in Kastl findet großen Applaus
Kastl. Hoch über den Dächern von Kastl hatte die imposante Klosterburg das Publikum in ihre romanisch-frühgotischen Mauern zum Nachtkonzert der Amberger Chorgemeinschaft eingelassen. Nach einer Begrüßung durch Pater Ryszard Kubiszyn begann der A-Cappella-Chorgesang die historischen Gewölbe der Kirche zu füllen. Zunächst kamen die alten Meister zu Wort: Palestrinas „Sicut cervus“ gab in der meditativ ruhigen und doch intensiven Vortragsweise der Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Dieter Müller die Atmosphäre für die musikalische Abendstunde vor. Der bewusst späte Beginn um 21 Uhr sollte den Zuhörern des „Nachtkonzerts“ mehr Abstand vom Getümmel des Alltags gewähren und eine entspanntere, gelassenere Aufnahme der Musik unterstützen – ein Konzept, dem die feine Akustik von St. Peter sehr entgegenkam.
Mit dem mächtigen Appell „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz“ von Andreas Hammerschmidt bot die Chorgemeinschaft eines ihrer bekannten Repertoire-Stücke dar, das dennoch frisch und eindringlich klang, rhythmisch präzise und sauber intoniert. Werke von Orlando di Lasso, Claudio Monteverdi und Ludovico Grossi da Viadana fügten sich harmonisch ein. Das präzise und gefühlvolle Dirigat des Chorleiters Dieter Müller leitete und forderte die Sänger gleichermaßen. […] [Die Amberger Chorgemeinschaft meisterte] das recht anspruchsvolle „Ave Maria“ von Franz Liszt, neben zwei gefälligen Liedern von Moritz Hauptmann und „Dextera Domini“ von Josef Rheinberger. Danach stand das „Pater noster“ von Giuseppe Verdi im Vordergrund, eine opulente Vertonung des Vater-unser-Textes, bei der man durchaus Verdis Hauptmetier, die Oper, heraushörte, sei es bei fanfarenartigen Basseinsätzen oder bei schmelzenden Sopran- und Altpassagen. Josef Rheinbergers „Abendlied“ bildete den passenden Schlusspunkt für dieses Nachtkonzert der Amberger Chorgemeinschaft, für das die Zuhörer in der vollbesetzten Kastler Klosterkirche mit anhaltendem Applaus dankten.
(Amberger Zeitung, 15. Juli 2008)

Amberger Chorgemeinschaft
Abendmusik in der Silvesternacht
Erlöserkirche, Amberg
(31. Dezember 2007)

Besinnlich in das neue Jahr
Amberger Chorgemeinschaft mit Abendmusik zu Silvester in der Erlöserkirche
Zwei Choräle aus dem „Weihnachtsoratorium“ bildeten den Rahmen der A-cappella-Auftritte der Amberger Chorgemeinschaft bei ihrer traditionellen „Abendmusik in der Silvesternacht“, die heuer erstmals der neue Dirigent Dieter Müller geleitet hat Am Ende des Konzerts dankten die Zuhörer in der gut gefüllten Erlöserkirche für die besinnliche Einstimmung auf den Jahreswechsel mit ausdauerndem Applaus.
„Brich an, o schönes Morgenlicht“, so beginnt der Choral Nr. 12, in dem das Paradox besungen wird, dass ein „schwaches Knäbelein“ den Satan bezwingen und schließlich Frieden bringen soll – diese Sehnsucht nach Frieden auf Erden kam wohl in vielen Neujahrsansprachen zum Ausdruck, aber sicher selten so eindringlich und musikalisch anrührend. Auf das Eingangslied folgten Sätze von Thiel, Prätorius und Backer, die – sauber musiziert – das Weihnachtsgeschehen thematisierten. In Willi Träders Satz von „Lieb Nachtigall, wach auf“ gelangen dem Chor die reizvollen Rhythmusverschiebungen charmant.
Bei der Motette „Sehet, welch eine Liebe“ aus der Feder des (vermutlichen) Bach-Schülers G. A. Homilius führte Dieter Müller die Sänger sehr effektvoll durch die dynamischen Abstufungen. Wie das himmlische Kind in den Schlaf gewiegt wird, konnte man sich bei „Vom Himmel hoch, ihr Englein kommt“ (A. v. Othegraven) vorstellen, und das frisch-fröhliche „Gloria in excelsis Deo“ (A. Lohmann) ließ den Lobpreis der Engel zu Wort kommen.
Im abschließenden, dritten Chorblock wirkten vor allem zwei süddeutsche Lieder: zum einen Max Regers Satz von „O Jesulein zart“, und zum anderen das aus Tirol stammende, volkstümliche „Still, o Himmel“ – beide wurden mit Intensität und Klarheit dargeboten. Der Choral Nr. 33 aus Bachs „Weihnachtsoratorium“ setzte den Schlusspunkt: „Ich will dich mit Fleiß bewahren“ – ein Vorsatz, stets daran zu denken, dass Gott das Leben des Menschen in seinen Händen hält. Thematisch daran anschließend sprach der Pfarrer der Erlöserkirche, Dr. Johannes Blohm, ein Schlusswort und seinen Segen.
Für die musikalische Abrundung der „Abendmusik“ sorgten der Weidener Thomas Kaes, Violine, und die aus Neumarkt stammende Margit Renner an der Orgel. Bei den Orgelsolostücken gefiel besonders der letzte Satz von J. G. Walthers „Concerto del Sigr. Taglietti“, bei dem Renner den Pfeifen der Erlöserkirche ihre ganze Klangfülle entlockte.
In den mittleren Instrumentalblöcken harmonierten Geige und Orgel in Händels „Sonate Nr. 6 in E-Dur für Violine und Orgel“ sowie bei drei Tanzsätzen für Violine und Orgel von Tartini, Leclair und Hasse. Gewandte Strichtechnik und ein voller, warmer Ton kennzeichneten das Spiel von Thomas Kaes, der gefühlvoll und präzise von Margit Renner begleitet wurde.
(Amberger Zeitung vom 03. Januar 2008)

Amberger Chorgemeinschaft
J. S. Bach: Weihnachtsoratorium, Teil 1 – 3
St. Konrad, Amberg-Ammersricht
(2. Dezember 2007)

Wundervolles für Klassikliebhaber
Chorgemeinschaft überzeugt mit Kantaten aus Bachs Weihnachtsoratorium – Solisten eindrucksvoll
Ammersricht. Die Amberger Chorgemeinschaft legte in der Ammersrichter Kirche St. Konrad so richtig los. Drei Kantaten des Bach’schen Weihnachtsoratoriums standen auf dem Programm. Strahlend war der Beginn mit Pauken und Trompeten, mit fulminantem Chorgesang und ausgefeilten Solopartien. Es war ein wundervolles Weihnachtspaket, das für Klassikliebhaber geschnürt wurde.

Nicht nur Beiwerk
Herausragend waren die Eingangs-Chöre und die Choralsätze – sonst eher Beiwerk der Solisten-Auftritte. Jede Silbe des Chors unter der Leitung von Dieter Müller war klar und präzise artikuliert und noch im hintersten Winkel der Kirche recht gut verständlich. Weiche Akzente sorgten selbst im schnellen Tempo für einen locker federnden Klang. In den einzelnen Stimmen musizierte der Chor wundervoll homogen. Hörenswert war die Wendigkeit und Transparenz des beachtlichen Klangkörpers. Bis zum strahlenden Schluss der Aufführung lag Spannung in der Luft.
Auch das Forchheimer Kammerorchester bewiesen wie die Bläser des Opernhauses und der Musikhochschule Nürnberg eindrucksvoll ihre Qualitäten. Immer wieder ließen strahlend frische Farben aufhorchen, Stimmungen wurden transportiert. Das Bedürfnis der Barockkomponisten, ihre Werke möglichst schön und wirkungsvoll aufzuführen, erfüllten die Musiker bei dieser Aufführung auf ihre Weise. Mit Freude und Engagement gaben sie Ton, Tempo, Rhythmus und Lautstärke vor. Die Feinabstimmung zwischen Solisten und Orchester funktionierte nicht immer perfekt, doch die Musikalität und die Spielfreude machten diese kleinen Schönheitsfehler durchaus wett.

Vibrierender heller Bass
Prachtvoll in Szene setzten sich die Solisten. Stefanie Blumenschein (Mezzosopran) gab dem Ganzen mit ihrer warmen Stimme eine innige Note. Sie zierte ihre Arien reich aus und harmonierte wunderbar mit der Violine. Freude machte es, Daniel Blumenschein zuzuhören. Sein vibrierender, heller Bass schwelgte in jubelnden Hymnen für den „starken König“, der da kommen soll. Mit fester Stimmführung und sicherem Gespür meisterte Tenor Frieder Aurich seinen schwierigen Part des Evangelisten. Mit deutlich kontrolliertem Klang und sensiblem Gespür korrespondierte er bei „Frohe Hirten, eilt“ mit der Querflöte. Und in Engelshöhen entführte schließlich Sopranistin Barbara Baier mit ihrem strahlenden Vibrato und einer ungezwungenen, jubilierenden Strahlkraft.
Es war ein unbenommen einmaliges Erlebnis, dieses Weihnachtsoratorium 1 – 3, das von Dieter Müller hervorragend geleitet wurde. Großes Kompliment, wie er Sänger, Chor und Orchester an der langen Leine führte, sie zu sehr differenzierten Forte- und Pianomomenten animierte und schließlich zur Höchstform anspornte.

Innigkeit und Gläubigkeit
So gelang es, eine besondere Innigkeit und Gläubigkeit der Bach’schen Musik, die jedes schwülstige Barockgeschmetter vergessen macht, zu vermitteln. Schade war nur, dass der Andrang ausblieb. Dieser Abend hätte mehr Beachtung verdient gehabt.
(Marielouise Scharf in der Amberger Zeitung vom 05. Dezember 2007)

Berthold Höps (links) übergibt seinen Chor an Dieter Müller

Dirigentenwechsel bei der Amberger Chorgemeinschaft
Berthold Höps verabschiedet sich – Dieter Müller führt den Chor weiter
Nach 27 Jahren als Chorleiter der von ihm gegründeten Amberger Chorgemeinschaft gibt Berthold Höps den Stab weiter an Dieter Müller.
Viele Jahre hatte Höps an seinem Chor festgehalten, obwohl er – inzwischen hauptberuflich Musiklehrer am Gymnasium in Herzogenaurach – für die wöchentlichen Proben jedesmal Stunden im Auto unterwegs war. Seine Familie wird nun auch am Wochenende mehr von ihm haben, und die Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft sind ihm dankbar, dass er ihnen so lange treu geblieben ist.
Die zahlreichen Konzerte (über 70 an der Zahl) werden vielen Konzertbesuchern, vor allem aber den Chorsängern unvergesslich bleiben. Offizielle Anerkennung erhielten der Chor und sein Leiter durch den Musikförderpreis der Oberpfalz, im Jahr 1994 überreicht von Bezirkstagspräsident Hans Bradl.
Berthold Höps erhielt seine Orgelausbildung zunächst bei Domkapellmeister Wolfram Menschick (Eichstätt) und absolvierte dann sein Studium an der Musikhochschule München, mit dem Hauptfach Orgel bei Prof. Karl Richter, das er mit dem Meisterklassendiplom abschloss. Seine künstlerische Klasse als Organist und Cembalist konnte er bei Konzerten im In- und Ausland (München, Nürnberg, Bonn, Berlin, Basel, Zürich, London, Niederlande, Frankreich) beweisen – und erfreulicherweise immer wieder auch, beispielsweise bei den jährlichen Silvesterkonzerten in der Erlöserkirche, bei Auftritten mit der Amberger Chorgemeinschaft einbringen.
Bei den großen Konzerten, in denen er die Amberger Chorgemeinschaft leitete, dominierten die bedeutenden Werke J. S. Bachs: die h-moll-Messe, die Matthäus-Passion und die Johannes-Passion, die Kantaten, das Magnificat und das Weihnachtsoratorium, die im Laufe des siebenundzwanzigjährigen Dirigats sogar mehrfach aufgeführt wurden. Über das Konzert der Matthäus-Passion schrieb der Kritiker der Amberger Zeitung: „Berthold Höps und seine Chorgemeinschaft sind ein Glanzpunkt in der Amberger Kulturszene“ (April 1996).
Neben J. S. Bach kamen weitere Komponisten großer Werke für Chor und Orchester zu Wort: G. F. Händels „Messias“ und „Israel in Ägypten“, J. Haydns „Schöpfung“, J. Brahms’ „Deutsches Requiem“ und F. Mendelssohn-Bartholdys „Elias“ waren intensive Erlebnisse für die Zuhörer und mindestens ebenso für die Sängerinnen und Sänger. Was Marieluise Scharf in ihrer Besprechung des diesjährigen „Elias“-Konzerts schrieb, hat allgemeine Gültigkeit: „Mit sicherer, energischer Hand dirigiert Berthold Höps seine Truppe. Er schafft es ausgezeichnet, Sänger, Orchester und Solisten zu lenken durchs dramatische Geschehen.
Stimmungen auszuloten und umzusetzen ist seine große Stärke“ (AZ, 3. April 2007).
Werke des 20. Jahrhunderts standen ebenfalls immer wieder auf dem Programm. Unvergessen ist die Aufführung der „Carmina burana“ von Carl Orff als Open-Air-Konzert vor dem Rathaus am 30. Juni 2000, über die die AZ schrieb: „Der Initiator dieses ‚Millenniumspektakels‘, Berthold Höps, hatte das Kunststück fertiggebracht, insgesamt etwa 250 Sängerinnen und Sänger aus fünf Chören zu einem faszinierenden Chorensemble zusammenzufügen, das die vielschichtigen und umfangreichen Chöre dieses ,Kleinen Welttheaters‘ mit Feuer und Begeisterung sang und dabei eine fast unglaubliche rhythmische Geschlossenheit realisierte“ (3. Juli 2000).
Neben den personell und auch finanziell aufwändigen Konzerten mit Orchestern pflegte Höps stets auch den A-cappella-Gesang, der bei Auftritten in und um Amberg und bei Konzertreisen dargeboten wurde.
Sowohl Berthold Höps als auch die Mitglieder der Amberger Chorgemeinschaft sind hoch erfreut, dass sich inzwischen ein kompetenter Nachfolger gefunden hat. Der neue Chorleiter Dieter Müller studierte am Meistersingerkonservatorium Nürnberg die Fächer Dirigieren (bei Werner Andreas Albert) und Flöte (bei Karl Schicker). Durch die Teilnahme an internationalen Workshops und Meisterkursen für Dirigieren u. a. in Košice (Slowakei) bei Prof. Ernst Märzendorfer und Mürzzuschlag (Österreich), sowie Szombathely (Ungarn) bei Ernst Smole und Prof. Werner Thärichen, vertiefte und erweiterte er sein künstlerisches wie auch sein pädagogisches Profil als Dirigent.
Ein vielseitiges Aufgabengebiet als Chor- und Orchesterdirigent sowie als Flötist zeichnen den bisherigen beruflichen Lebensweg von Dieter Müller. Während einer langjährigen Dozententätigkeit als Flötist und Dirigent an der Universität Eichstätt konnte er den Grundstein für sein dirigierpädagogisches Wirken legen. Die regelmäßige Leitung von Dirigierkursen und Dirigentenfortbildungen gehört heute ebenso zu seinen Tätigkeiten wie die künstlerische Arbeit mit Chören und Orchestern. Im Hauptberuf ist er Lehrer für Musikpraxis und Theorie an der Berufsfachschule für Musik des Bezirks Oberpfalz (Sulzbach-Rosenberg).
Über seine Arbeit sagt er, es sei ihm vor allem wichtig, „Musik in ihrer Gesamtheit zu begreifen und zu praktizieren“. Er will in seiner Arbeit mit dem Chor „die differenzierten Gestaltungsmöglichkeiten eines lebendigen Ensemblemusizierens entdecken“ und dabei bewirken, dass „die Aktionen des Körpers in eine einfühlsame musikalische Darstellung umgesetzt werden können“.
Müller möchte jedoch bewusst an die Tradition der Amberger Chorgemeinschaft anknüpfen. Dies zeigt sich unter anderem am Titel des ersten Werks, das er als neuer Leiter des Chores dirigieren wird: Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ (Teile I-III) werden am Sonntag, 2. Dezember, in der Pfarrkirche St. Konrad, Ammersricht, aufgeführt.
Neue Sängerinnen und Sänger sind in allen Stimmen willkommen. Die wöchentlichen Chorproben finden immer am Freitagabend um 19.30 Uhr im Andreas-Hügel-Haus (Wittelsbacherstraße) statt. Die erste Probe nach den Sommerferien ist am kommenden Freitag, 14. September; der September eignet sich für einen Einstieg in den Chor besonders, da so eine gründliche Vorbereitung auf das Konzert im Dezember noch möglich ist.
(10. Sept. 2007)

Amberger Chorgemeinschaft
Felix Mendelssohn-Bartholdy: »Elias«
St. Konrad, Amberg-Ammersricht
(1. April 2007)

Staunen und höchste Bewunderung für „Elias“
Standing Ovations für glanzvolles Oratorium mit Prager Sinfonieorchester Bohemia und Amberger Chorgemeinschaft
Er weiß genau, wie es wirken muss das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy: dramatisch und lyrisch zugleich. Ein Fortissimo heller Verzweiflung wechselt mit dem Pianissimo der dumpfen Angst. Bittend und fordernd wendet sich das Volk an den Propheten, den es verehrt und verstößt. Und so fordert auch Berthold Höps, unter dessen Leitung das Oratorium nach Worten des Alten Testaments für Soli, achtstimmigem Chor und Orchester, op 70, am Palmsonntagabend in St. Konrad in Amberg-Ammersricht zur glanzvollen Aufführung kam, von den Solisten, dem Chor und Orchester Konzentration und stimmliche Präsenz.

Mit sicherer Hand
Mit sicherer, energischer Hand dirigiert Berthold Höps seine Truppe. Er schafft es ausgezeichnet, Sänger, Orchester und Solisten zu lenken durchs dramatische Geschehen. Stimmungen auszuloten und umzusetzen ist seine große Stärke. Die Solisten ins individuelle Klangbild einzugliedern, das liegt ihm. Mit dem ausgezeichneten Bass Daniel Blumenschein hat er einen Sänger an der Seite, der die Titelrolle in einer hoch dramatischen Interpretation und mit großem Ausdruck singt. Voller Schönheit gestalten Nancy Gibson und Bhawani Moennsad ihre Sopran- und Altpartien. Frieder Aurich musste die Tenorrolle kurzfristig übernehmen, fügte sich aber bestens in die einheitlich starke Besetzung. Von der Balance und klanglichen Abstimmung her gut geglückt sind die Solistenensembles.
Längst ist das Stück weltweit Standardrepertoire etwa der Chöre von Rundfunkanstalten. Wie nahe der Auftritt der Amberger Chorgemeinschaft an einen fast professionellen Standard herankam, weckte Staunen und höchste Bewunderung. Man hört, wie fleißig hier geprobt worden sein muss. So manch exponierter Einsatz wird bravourös und in voller Harmonie mit dem Orchester gemeistert. „Dank sei dir Gott“, der Chor am Schluss des ersten Teils wird zu so einem besonderen Höhepunkt. Ein Fortissimo jubeln alle Stimmen. Der Chor wächst über sich hinaus. Das ganze Ensemble stemmt sich nochmals richtig ins Zeug. Das Prager Sinfonieorchester Bohemia rundet den guten Eindruck perfekt ab, bringt hervorragende Streicher und Bläserpartien, steigert sich nach anfänglichen kleinen Einsatzschwächen zu ganz ausdrucksstarken und einfühlsmen Instrumentalkünstlern.
So beginnt der Abend: Mit tiefen Bläserakkorden, dunklem Moll, dann der vernichtende Prophetenspruch des Elias: ‚So wahr der Herr, der Gott Israels lebet, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.‘ Dann erst, nach dem Schrecken, und gleichsam von ihm kontaminiert und eingefärbt, beginnt die Ouvertüre. Arie folgt auf Rezitativ und Chor. Dramatisch fein sind die einzelnen Szenen herausgearbeitet. Wie die Auseinandersetzung mit den Baalspriestern. Die machtvolle Anrufung und der achtstimmige Ausruf: „Baal erhöre uns“, das ging schon unter die Haut.

Wind, Erdbeben, Feuer
Auch das trostvolle Soloterzett der Engel im zweiten Teil konnte die Innigkeit der Komposition bestens vermitteln. Dann der Chor: Wind brauste, Erdbeben und Feuer dröhnten vom Altarraum ins Kirchenschiff, um dann umso eindringlicher im plötzlichen Pianissimo ein sanftes Sausen zu beschreiben, in dem sich der Herr naht. Zarte Streicherbewegungen untermalten das geheimnisvolle Flüstern des Chors. Sehr gut gemacht, sehr fein ausgefeilt.
Beim prunkvollen Schlusschor „Herr unser Herrscher“ packten nochmals alle an, um den Abend zu einem glanzvollen Ende zu bringen. Dieser hervorragende Auftritt eines Meisterstücks wird lange in Erinnerung bleiben. Mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen bedankten sich die Besucher im fast ausverkauften Kirchenraum für dieses sensationelle Ereignis.
(Marielouise Scharf in der Amberger Zeitung vom 03. April 2007)

Amberger Chorgemeinschaft
G. F. Händel: »Messias«
St. Konrad, Amberg-Ammersricht
(12. März 2006)

Dramatische Huldigung an den Erlöser
Amberger Chorgemeinschaft und Forchheimer Kammerorchester geben in Amberg Händels Oratorium „Messias“
Wenn der engagierte Chorleiter Berthold Höps anpackt, dann gelingt es. Der „Messias“ von Georg Friedrich Händel stand am Sonntagabend in der Pfarrkirche St. Konrad in Amberg-Ammersricht auf dem Programm. […] Höps setzte auf die unmittelbare Wirkung des Werkes und gab den Emotionen und der Vielfalt der Musik freien Lauf. Mit dem Chor hatte er Sängerinnen und Sänger zur Verfügung, die sich in dieser Musik nicht nur heimisch fühlten, sondern sie auch in sehr verinnerlichter Klangfärbung wiedergaben. So entstanden anrührende Kontraste, strahlende Verkündigungen und dramatische Steigerungen. […]
Der Chor eröffnete scheinbar dreidimensionale Klangräume. Mit junger Frische und Agilität entfalteten sich die Koloraturen.
Bestechende Feierlichkeit
[…] Das weltberühmte und berührende Halleluja – es ist eines der meistaufgeführten Stücke überhaupt in der Geschichte der Musik – bestach in seiner Feierlichkeit, in der Balance zwischen begeisterter Freiheit und der Strenge im Befolgen des Notensinns. Die Anpassung und Deutung der einzelnen Chorsätze, der Sinn für kontrastierende Charaktere, das Verständnis von Ehrfurcht und Jubel, wie Händel dies so meisterlich in seinen Partituren niederschrieb, das gelang an diesem Abend in wundervoller Harmonie.
Mit einer strahlenden, pracht- und machtvollen Schlussfuge endete das Musikepos der Lebens-, Leidens- und Heilsgeschichte des Messias. Stehende Ovationen in einem Gotteshaus sind die Ausnahme. Das Amberger Publikum wählte nicht die brave Variante, sondern feierte die Künstler nach allen Regeln der Applauskunst. 
(Amberger Zeitung vom 14. März 2006) 

Amberger Chorgemeinschaft
Abendmusik in der Silvesternacht
Erlöserkirche, Amberg
(31. Dezember 2005)

Feuerwerk aus 70 Stimmen und eine Flöte
Amberger Chorgemeinschaft und ihre „Abendmusik in der Silvesternacht“ – Konzert abseits von Hektik und Stress
Einen grandiosen Jahresabschluss und einmaligen Hörgenuss bescherte die Amberger Chorgemeinschaft unter der Leitung von Berthold Höps mit der Flötistin Anke Rosbigalle dem begeisterten Publikum in der voll besetzten Erlöserkirche. Das traditionelle Konzert „Abendmusik in der Silvesternacht“ ist aus dem Konzertkalender der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Abseits von Hektik und Stress brannte die Chorgemeinschaft mit insgesamt 70 Stimmen ein Feuerwerk der besonderen Art in der schlichten Erlöserkirche ab. Die Sänger der Amberger Chorgemeinschaft überzeugten mit einem wundervollen Klangkörper und ihrer hohen musikalischen Sensibilität.
Ausdruckstarke Lieder und besinnliche Weihnachtsweisen auf hohem Niveau aus dem Barock bis zur Neuzeit verwöhnten das Publikum. Zum Teil stimmten die Klänge schwermütig und nachdenklich, zum anderen auch heiter. […]
Berthold Höps, engagierter langjähriger Leiter der Amberger Chorgemeinschaft, rundete teils als Partner der Flötistin, teils solistisch an der Orgel die Abendmusik ab. Er gestaltete besonders eindrucksvoll den Orgelchoral über J. S. Bachs „Jesus bleibet meine Freude“, den er sehr klar und melodiös darbot. Bei zwei Werken begleitete er die Blockflötistin Anke Rosbigalle. Verblüffend war dabei die wunderbare Harmonie der Künstler in einer eher seltenen Instrumentenkombination von Orgel und Flöte. 
(Amberger Zeitung, 3. Januar 2006)

Amberger Chorgemeinschaft
Nachtkonzert
Klosterkirche St. Peter, Kastl
(9. Juli 2005)

Ein Erlebnis von besonderer Intensität
Amberger Chorgemeinschaft und Forchheimer Streichorchester begeistern mit Konzert in Kastler Klosterkirche
Kastl. (jp) Eine ausgezeichnete Leistung bot die Amberger Chorgemeinschaft beim Nachtkonzert in der historischen Klosterkirche „Sankt Peter“ in Kastl den zahlreichen Besuchern. Zu dem künstlerischen Erlebnis trugen harmonisch die Streicher des Forchheimer Kammerorchesters bei. Chor und Orchester lebten von der sicheren Leitung ihres Dirigenten, Berthold Höps aus Amberg. 
Zu diesem musikalischen Erlebnis hatten sich trotz der späten Stunde viele Besucher in dem ehrwürdigen Gotteshaus eingefunden, die der Tonkultur und den brillanten Klängen der Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten aufmerksam lauschten. Der Chor hatte zusammen mit dem Orchester schnell die Herzen der Zuhörer erreicht. Die Sängerinnen und Sänger zogen alle Register, vom sanften Piano bis zum packenden Forte. 
Seit 1992 veranstaltet die Amberger Chorgemeinschaft in unregelmäßigen Abständen solche Konzerte. Die besondere Atmosphäre der großen romanischen Basilika in Kastl, in Verbindung mit Vokal- und Instrumentalmusik vom 16. bis 20. Jahrhundert, wurde ein Erlebnis von besonderer Intensität. 
Im Mittelpunkt des Konzerts standen achtstimmige Motetten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, wobei die beiden Chöre sich dialogartig gegenüberstanden, um so die einzigartige Akustik des historischen Kirchenraums bei den doppelchörigen Effekten zu nutzen. In dieser Aufstellung waren zu hören: „Singet dem Herrn ein neues Lied“ aus den „Psalmen Davids“ von Heinrich Schütz, „Das ist meine Freude“, ein glänzendes, heiteres Werk mit lebensbejahender Musizierfreude von Johann Ludwig Bach und das eindringliche „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ von Johann Christoph Bach. Den Auftakt gaben drei Motetten alter Meister (Ingegneri, Christoph Bach und Monteverdi) sowie das fünfstimmige „Die mit Tränen säen“ von Schütz und „Unsere Trübsal“ von Ludwig Bach für sechs Stimmen. 
Aus der Romantik standen drei achtstimmige Motetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy auf dem Programm, „Frohlocket, ihr Völker, auf Erden“ und „Herr Gott, du bist unsere Zuflucht“ aus den „Sechs Sprüchen, op. 79“, sowie der 2. Psalm „Warum toben die Heiden“. Besonders eindrucksvoll war das packende Werk des 20. Jahrhunderts, das ebenfalls achtstimmige „Magnificat“ von Arvo Pärt. So fand das Konzert seine Krönung, und der Beifall für das Kirchenmusikkonzert wollte nicht enden. 
(Amberger Zeitung, 13. Juli 2005) 

Amberger Chorgemeinschaft
Bach-Kantaten
St. Konrad, Amberg-Ammersricht
(13. März 2005)

Bach-Kantaten wurden zur innigen Andacht
Konzert von Amberger Chorgemeinschaft, Forchheimer Kammerorchester und Bläser des Opernhauses Nürnberg
Amberg. Hoch ragt das moderne, archaisch in Stein gehauene Kruzifix empor und füllt die Altarwand. Vom prächtig-barocken Instrumentenspiel und Gesang ist die ganze Pfarrkirche St. Konrad erfüllt: Zum vorösterlichen Chor- und Orchesterkonzert hatte die Amberger Chorgemeinschaft am Sonntagabend eingeladen. 
Auf dem Programm standen Werke von Johann Sebastian Bach. Genauer gesagt, vier der „interessantesten und ergreifendsten“ Kantaten hatte Berthold Höps, der künstlerische Leiter des musikalischen Gesamtkunstwerkes, ausgewählt: Christ lag in Todesbanden (BWV 4), Actus Tragicus (BWV 106), Ach wie flüchtig, ach wie nichtig (BWV 26) und O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe (BWV 34). 
Bach versteht es wie keiner, Glaube und Frömmigkeit, Trauer und Freude, Verheißung und Vertrauen, Schmerz und Jubel in dramatische Tonfolgen zu übersetzen, wie dieses wundervolle Konzert wieder einmal bewies. Großes haben sie sich vorgenommen und Großes geleistet. Höps verstand es, die Musik sehr transparent zu gestalten. Er gab seinen Musikern Zeit, Phrasen feinfühlig zu gestalten und Melodiebögen ruhig auszusingen. Dass dies nie in Richtung Langweile glitt, erreichte der Dirigent durch eine sehr detaillierte und auf Ensemblebalance bedachte Klanggestaltung. So wurden alle Stimmen nicht nur hörbar, sondern auch in ihrer Stellung im musikalischen Satz deutlich, indem Melodien heraustraten, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. 
Die Solisten verwöhnten durch saubere Intonation, flexible Stimmbehandlung, eine unaffektierte und überaus bewegende Interpretation der Texte. Einen hervorragenden Eindruck hinterließ die Deutsch-Inderin Bhawani Moennsad. Ihre wundervoll samtene, melodisch tragende Alt-Stimme und ihr großes Einfühlungsvermögen faszinierten und führten in Gefühlstiefen beim Solo. Christoph Späth von der Komischen Oper Berlin jubelte mit metallklarem und energisch akzentuiertem Tenor von der „höchsten Herrlichkeit und Pracht“. Die Stärken des Juan Vasle von der Oper in Ljubljana, dessen Bass sonore Fülle und Kultur verband, lagen ganz besonders in der Gestaltung der leiseren Passagen. 
Zu einer innigen Andacht wurden vor allem die Choräle. So stellte die Amberger Chorgemeinschaft in starker und stimmlich recht gut austarierter Besetzung die kunstvollen, von der Stimmung her sehr unterschiedlichen Kantaten in fließenden Linien dar und bestach durch verfeinertes, ausgefeiltes Singen. Zu einem homogenen Eindruck fügten sich auch die Einzelstimmen im Orchester. Höps verstand es hervorragend, einen vollen Klang zu erzeugen, bei dem die einzelnen Stimmen hörbar blieben. Technisch waren keine Schwierigkeiten zu erkennen. 
Die Phrasierung wirkte wie aus einem Guss, die Kommunikation war perfekt, dynamische Schattierungen und Stimmungen waren detailliert herausgearbeitet. Das Forchheimer Kammerorchester erwies sich als verlässlicher und solider Instrumentalpartner, der zudem mit den Bläsern des Opernhauses Nürnberg über hervorragende Dialogsolisten für die Arien verfügte. In den eindrucksvollen Schlusschor „Friede über Israel“ legten die überaus motivierten und engagierten Sänger nochmals die volle Wucht ihres Könnens. Man hätte diesem Konzertereignis mehr Besucher gewünscht.
(Amberger Zeitung, 17. März 2005) 

Amberger Chorgemeinschaft
Abendmusik in der Silvesternacht
Erlöserkirche, Amberg
(31. Dez. 2004)

Musik-Genuss in der Silvesternacht
Amberger Chorgemeinschaft überzeugt beim Konzert in der Erlöserkirche
Das vollbesetzte Kirchenschiff der in ihrer Schlichtheit ehrwürdigen Amberger Erlöserkirche vermittelte sogleich die besondere Atmosphäre, die die „Abendmusik in der Silvesternacht“ mit der Amberger Chorgemeinschaft auszeichnet: Das beruhigende Gefühl, die hektische Welt mit dem gerade überstandenen Trubel der Feiertage, mit den nicht-warten-könnenden Knallfroschwerfern und der Sorge um eine trendige Abendgestaltung draußen gelassen zu haben … und die Vorfreude auf musikalische Genüsse. 
Der Chor eröffnete die „Abendmusik“ mit „Cantate Domino“ von Claudio Monteverdi und gab damit das Motto des Abends vor: „Singet dem Herrn“. Chorleiter Berthold Höps motivierte seine Sängerinnen und Sänger durch sein präzises und sensibles Dirigat zu sehr nuanciertem, dynamisch abgestuftem Vortrag; erfreulich voller Chorklang war nicht nur beim Eingangschor und dem folgenden „Der Mensch, vom Weibe geboren“ (J. C. Bach) zu hören, sondern auch bei den achtstimmigen Werken von Mendelssohn-Bartholdy („Frohlocket, ihr Völker, auf Erden“ und „Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für“) und der beschwingten doppelchörigen Motette von J. Ludwig Bach, „Das ist meine Freude“. 
Den Mittelteil des Konzertes gestaltete Berthold Höps teils als Solist an der Orgel, teils zusammen mit dem Tenor Joseph Matti (als Begleiter an der Orgel). Der Schweizer Sänger bot insgesamt elf Lieder aus Johann Sebastian Bachs „Schemelli-Gesangbuch“ dar. Seine sehr klare Diktion machte es den Zuhörern leicht, die Texte des 1736 veröffentlichten Sammelbandes zu verstehen, und so mancher konnte ins Grübeln darüber kommen, wie aktuell sich manche Zeilen anhören, wenn man noch die Nachrichten von der Naturkatastrophe im Kopf hat: „Wohlan, so will ich mich / an dich, o Jesu, halten, / und sollte gleich die Welt / in tausend Stücke spalten“ (BWV 465, „Ich freue mich in dir“, Text: Caspar Ziegler). Das absolute, unerschütterliche Gottvertrauen im Angesicht äußerer Bedrohung machte Matti durch seine lyrische Gestaltung nachfühlbar. 
Berthold Höps spielte J. S. Bachs Choralbearbeitung für Orgel „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (aus den „Schüblerschen Chorälen“) gesanglich und überzeugend; dem zweiten Satz aus dem „Orgelkonzert d-Moll (nach Vivaldi)“ verlieh er durch seine spieltechnische Meisterschaft strahlenden Glanz und feierliche Bestimmtheit. 
Mit vier weihnachtlichen Liedern erwies der Chor schließlich dem Weihnachtsgeschehen seine Reverenz. Obwohl es sich um gut Bekanntes handelte, gab doch der jeweilige Chorsatz der vertrauten Melodie einen eigenen Reiz. „Adeste fideles“ und „In dulci jubilo“ wurden in sechsstimmigen Sätzen von C. Thiel gesungen; „Stille Nacht“ in einem siebenstimmigen Satz von H. Mießner; und „O du fröhliche“ im stellenweise achtstimmigen Satz von Willi Träder. Auch hier überzeugte die Chorgemeinschaft durch intonatorische Klarheit, stimmliche Wärme und dem Text angemessenen Ausdruck. Abgeschlossen wurde die „Abendmusik in der Silvesternacht“ durch Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten treu und still umgeben“, im vierstimmigen Satz von O. Abel – ein Silvesterlied, wie man es sich für ein Kirchenkonzert nicht besser wünschen kann: „Von guten Mächten wunderbar geborgen / Erwarten wir getrost, was kommen mag. / Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, / und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ 
(Amberger Zeitung, 5. Januar 2005) 

Amberger Chorgemeinschaft
Geistliche Musik
Pfarrkirche Ammersricht
(20. Nov. 2004)

Leise Klänge wie mächtiges Glockengeläut
Festkonzert der Chorgemeinschaft mit Solist Osvaldo Parisi in der Pfarrkirche St. Konrad
Auf beeindruckende Weise wurden am Samstagabend die Konzertbesucher in der gut besuchten Pfarrkirche St. Konrad in Ammersricht von der Amberger Chorgemeinschaft mit Instrumentalensemble und dem Solisten Osvaldo Parisi mit „geistlicher Musik“ verwöhnt. Anlass zu diesem Festkonzert war die 40-Jahr-Feier des Gotteshauses. 
Berthold Höps hatte seinen Chor fest in der Hand – und er hatte auch ein gutes Händchen für die Programmauswahl. Von Kompositionen aus dem 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart spannte sich der Bogen. Gerade die Ausdruckskraft der harschen Tonkontraste und die vertrackte Rhythmik der Kompositionen von Heinrich Schütz verlangen unglaubliche Aufmerksamkeit. Die Amberger Chorgemeinschaft erlaubte sich keinen Ausrutscher. Das Ergebnis war erstaunlich. Klanglich in den Stimmen und auch den Instrumenten völlig überzeugend, gelang hier großartiges, gespanntes Musizieren. Die motivierten und hingebungsvoll agierenden Sänger bewältigten die vier bis achtstimmige Motetten sehr diszipliniert und differenziert. An den Anfang hatte man ein kraftvolles „Cantate domino – singet dem Herrn“ von Claudio Monteverdi gesetzt. Klaget und jauchzet, lobet und preiset – wie Glockenklang schwang es durch den Kirchenraum. 
Die Lieder des Johann Ludwig Bach, die bei aller Schlichtheit der unterschiedlichen Strukturen mit feiner musikalischer Versinnbildlichung der Texte aufwarten. Das Magnificat von Arvo Pärt: Dessen Kompositionen überzeugen durch Klarheit, handwerkliche Präzision und eine Intensität, die aus der Einfachheit entsteht. Diese Einfachheit umzusetzen, nicht zu überdrehen, nur auf das Innere zu lauschen, das war die besondere Kunst. […] 
(Amberger Zeitung, 23. November 2004)

Amberger Chorgemeinschaft
G. F. Händel • Israel in Ägypten
Pfarrkirche Ammersricht
(4. April 2004)

Großartiges Chorwerk mit jubelndem Finale
Chorgemeinschaft führt in St. Konrad „Israel in Ägypten“ von Georg Friedrich Händel auf
Mit „Israel in Ägypten“ hat die Amberger Chorgemeinschaft ein Oratorium ins Programm gehoben, das mit Fug und Recht als wirkliches „Chorwerk“ bezeichnet werden kann. Im Gegensatz zu einigen der anderen Oratorien Georg Friedrich Händels, die – schon die Titel wie „Julius Caesar“ oder „Xerxes“ verraten es – einzelne Personen als „Helden“ herausstellen, ist bei „Israel in Ägypten“ ein ganzes Volk der Hauptprotagonist. 
Schon eine gute halbe Stunde vor Konzertbeginn strömten am frühen Sonntagabend die Freunde des Chorgesangs nach Ammersricht in die St.-Konrad-Kirche, wo die Mitglieder der Chorgemeinschaft als Gottes auserwähltes Volk den Altarraum in Beschlag nahmen. Für die Instrumentalbegleitung haben die Amberger Sängerinnen und Sänger zwei hervorragende Ensembles verpflichten können. Die Streicher des Forchheimer Kammerorchesters bildeten die musikalische Basis des umfangreichen Werkes. Verstärkt wurden sie kongenial durch die Bläsergruppe der Kammerphilharmonie St. Petersburg. 
Den ersten Teil bestritt die Chorgemeinschaft fast ganz allein. Von sechzehn Stücken blieben allein elf ausschließlich dem Chor vorbehalten. Nur drei Arien und zwei Rezitative erlaubten Sängern eine kleine Verschnaufpause. Nicht ganz so chorlastig, aber immer noch weit mehr als das „übliche Maß“ von den Amateur-Künstlern fordernd, war dann der zweite Teil. Sie stellten sich dieser enormen Herausforderung und begeisterten durch eine facettenreiche und vor allem lupenreine Interpretation der schwierigen Partitur. Beginnend mit dem verzagt zaudernden Lamento des geknechteten Volkes Israel steigerten sich die Choristen bis hin zum grandiosen Forte in den in Noten gesetzten biblischen Plagen. 
[…] Berthold Höps vereinte und leitete die verschiedenen Gruppen und die Solisten souverän. Sein unspektakulärer, angenehm zurückhaltender, aber sehr präziser Dirigierstil forderte die Mitwirkenden bis zur letzten Minute. Mit ungeheuerer Konzentration, die trotz der Musizier- und Sangesfreude zu jeder Zeit spürbar war, arbeiteten sich die Sänger, Streicher und Bläser stringent auf das jubelnde Finale zu […]. 
(Amberger Zeitung, 6. April 2004) 

Amberger Chorgemeinschaft
Silvesterkonzert in der Erlöserkirche
(31. Dez. 2003)

Bewegende Stimmen und neue Seiten der Harfe
Ausverkauftes „Haus“ beim Silvesterkonzert der Amberger Chorgemeinschaft / Ein charmantes „Intermezzo“
Zu besinnlicher Musik in der Silvesternacht hatte die Amberger Chorgemeinschaft unter der Leitung von Berthold Höps eingeladen, und die Erlöserkirche war – wie immer – bis auf den letzten Platz besetzt. Höps eröffnete das Konzert an der Orgel mit Johann Sebastian Bachs „Fantasie G-Dur“ und verlieh dem Werk durch seine meisterhafte Interpretation Farbe und Glanz. Perlende Läufe und majestätische Akkorde ergänzten sich zu glasklaren rhythmischen Strukturen.
Bei der Zusammenstellung des restlichen Programms konnte man fast meinen, Höps habe sich von Textpassagen aus „Vom Himmel hoch, ihr Engel kommt“ inspirieren lassen. Da heißt es unter anderem: „Bringt … Harfen, Geigen mit!“
Die Geigen waren repräsentiert durch das Forchheimer Streichquartett „Intermezzo“, das sehr routiniert und musikantisch charmant aufspielte, vor allem bei Joseph Haydns „Serenade“, in der die erste Geige von den anderen drei Stimmen im Pizzicato begleitet wurde.
Die Harfe wurde von Katharina Streule mitgebracht – und es war ein musikalisches Erlebnis, wie sie die Möglichkeiten dieses selten solistisch gehörten Instruments darbot. Beim „Chanson dans la nuit“ von Carlos Salzedo (1885-1961) hielten die Zuhörer den Atem an. Hier wurden die Saiten der Harfe gerupft, gezupft und gestreichelt, dass es eine Freude war, und der Rahmen der Harfe diente als Percussion-Instrument. Dynamische Abstufungen und überraschende Klangeffekte gelangen Streule auch in Michail Glinkas „Nocturne Es-Dur“.
Auf die Amberger Chorgemeinschaft schließlich traf die Textzeile zu: „Die Stimmen müssen lieblich geh’n“. Mit ausgewogenem, vollem Chorklang boten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Berthold Höps insgesamt fünfzehn weihnachtliche Lieder in vier- und fünfstimmigen Sätzen. Besonders bei den moderneren Werken (Sätze von Carl Orff und Hugo Distler) fiel auf, wie viel Wert Höps auf präzise Aussprache legt, und wie gut er es versteht, durch Flexibilität in Dynamik und Tempo die Aussage des Textes plastisch herauszuarbeiten.
Erfrischend auch die grundsätzlich etwas bewegteren Tempi, mit denen vertraute Lieder wie „Adeste fideles“ oder „Kommet, ihr Hirten“ im sauber intonierten Klang der Amberger Chorgemeinschaft das Publikum schwungvoll mitnahmen.
Martin Luther schrieb der Musik die Wirkung zu, die Menschen „gelinder und sanftmütiger, sittsamer und vernünftiger“ zu machen. Inwieweit dies in der Silvesternacht gelungen ist, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, doch Chor, Solisten und Berthold Höps wurden mit anhaltendem Applaus bedankt.
(Amberger Nachrichten vom 3./4. Januar 2004)

Gelungenes Geschenk
Kein Platz bleibt leer in der Erlöserkirche, wenn die Amberger Chorgemeinschaft und ihr Leiter Berthold Höps zur alljährlichen „Abendmusik in der Silvesternacht“ einladen. Seit über 20 Jahren schaffen die Musiker einen würdevollen Rahmen für einen besinnlichen Jahresabschluss und setzten auch am letzten Tag des Jahres 2003 mit ausdrucksvollen Liedern und beschaulichen weihnachtlichen Weisen nachdenkliche, aber auch festliche Akzente.
Auf gewohnt hohem Niveau bot der Chor Motetten und Lieder alter Meister ebenso wie romantische Sätze oder Vertonungen von Distler und Carl Orff und fand damit große Resonanz beim konzentriert lauschenden Publikum. Eröffnet wurde die Abendmusik von Berthold Höps an der Orgel mit einer strahlenden Fantasie G-Dur von Johann Sebastian Bach, das Streichquartett „Intermezzo“ aus Forchheim fügte sich mit Werken von Mozart und Haydn angenehm in die ruhige Atmosphäre des Konzerts ein.
Wesentlichen Anteil am Gelingen des festlichen Abends hatte Katharina Streule mit drei eindringlichen sensiblen Stücken für Harfe. Vor allem das „Chanson dans la nuit“ des Zeitgenossen Carlos Salzedo mit seinen filigranen harfentypischen Arpeggios bezauberte die Zuhörer. Wie in jedem Jahr fand das Konzert bei „freiem Eintritt“ statt, ein Weihnachtsgeschenk der Amberger Chorgemeinschaft an ihre Zuhörer.
(Amberger Zeitung vom 6./7. Januar 2004)

Amberger Chorgemeinschaft
J. S. Bach • h-moll-Messe
Pfarrkirche Ammersricht
(6. April 2003)

Bachs universeller Geist tönend lebendig
Höchste Ansprüche erfüllt: Amberger Chorgemeinschaft und Forchheimer Kammerorchester
Zwei Stunden dichteste Musik, immer tiefgründig, technisch höchst anspruchsvoll – kann das die Amberger Chorgemeinschaft ohne größere Abstriche umsetzen? Etwaige Zweifel wurden von Anfang an zerstreut.
Berthold Höps, Dirigent nicht nur des bestens disponierten Chores, sondern auch des sehr aufmerksam agierenden Forchheimer Kammerorchesters und der höchst ansprechenden Bläser des Opernhauses Nürnberg ließ den Anfang wuchtig meißeln…
Satz um Satz zeigte der in jeder Stimme kraftvoll auftrumpfende Chor, dass er hervorragend vorbereitet war und gewillt war, sein Bestes zu geben.

Unerhört dichte Momente
So gelangen tatsächlich unerhört dichte Momente, wurde Bachs universeller Geist greifbar, tönend lebendig. Etwa im wunderbar ausgewogenen „Gratias“, das die Mitwirkenden in sich ruhend und doch machtvoll gaben oder später im „Et resurrexit“, dem Auferstehungschor: Chor und Orchester trieben hier das Geschehen mit höchster Disziplin und stetiger Energie voran.
Auch der Schlusschor des „Gloria“, die Fuge über „Cum sancto spiritu“ konnte begeistern: Chor und Orchester zelebrierten exakte Koloraturen und kraftvolle Fanfarenklänge, türmten große musikalische Architektur auf, welche die strahlende Herrlichkeit der göttlichen Kraft wahrhaft „stimmig“ ertönen ließ. Erstaunlich, dass der fast durchwegs mit Laienstimmen besetzte Chor auch in der Lautstärke mit dem vollen Blechbläsersatz mithalten konnte! Zudem machte sich immer wieder positiv bemerkbar, dass Höps den Chor auch im a-cappella Singen schult und unerbittlich auf klare Deklamation beharrt…
„Dona nobis pacem. Gib uns den Frieden.“ Dieser herrliche Chorsatz, der begeisterte und zugleich betroffen machte, beschloss ein Konzert, das wahrlich höchsten Ansprüchen genügen konnte. Langanhaltender und herzlicher Beifall belohnte diese grandiose Leistung!
(Amberger Zeitung, 9. April 2003)

Bachs H-Moll-Messe brillant dargeboten
Den Freunden sakraler Musik wurde am Sonntagabend in der Ammersrichter St. Konrad Kirche etwas Besonderes geboten. (…) Im Verlauf von zwei Stunden durften die Zuhörer miterleben, in welch beeindruckender Weise die Amberger Chorgemeinschaft, das Forchheimer Kammerorchester, Bläser des Nürnberger Opernhauses und vier Vokalsolisten unter der Gesamtleitung von Berthold Höps dieses technisch sehr anspruchsvolle Meisterwerk brillant darboten.
Zur Einstimmung intonierte der Chor fünfstimmig das „Kyrie eleison“ und überzeugte auch im weiteren Verlauf des Abends mit seiner gesanglichen und interpretativen Leistung. Ausdruck und stimmliche Qualität zeugten von so hohem Niveau, dass man gar nicht annehmen wollte, dass der Chor zum größten Teil aus „Laien“ besteht. Zudem wurde der Chor von Satz zu Satz sicherer und harmonierte in ausgezeichneter Weise mit dem Orchester, was etwa im „Gloria“ eindrucksvoll deutlich wurde.
Wie der lang anhaltende Schlussapplaus des begeisterten Auditoriums zeigte, war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Der Beifall als Lohn für diese ausgezeichnete Interpretation eines technisch so anspruchsvollen Meisterwerkes von Bach war denn auch mehr als gerechtfertigt. Alle Beteiligten gaben ihr Bestes, um unter der exakten Stabführung von Berthold Höps zum Gelingen des Abends beizutragen.
(Amberger Nachrichten/Mittelbayerische Zeitung, 11. April 2003)

Amberger Chorgemeinschaft
Magnificat
Pfarrkirche Ammersricht
(17. März 2002)

Barocke Fülle und ruhige Klangwolken in St. Konrad

Die Amberger Chorgemeinschaft, Orchester und Solisten meisterten ihr anspruchsvolles Programm souverän

Ein anspruchsvolles Konzert bot Berthold Höps zusammen mit seiner Amberger Chorgemeinschaft, dem Forchheimer Kammerorchester (ergänzt durch Bläser des Opernhauses Nürnberg) und den Gesangssolisten Susanne Geb, Andrea Bierbaum, Christoph Späth und Paul Parfitt.

Mit einem überzeugenden forte-Einsatz eröffneten die Amberger Chorgemeinschaft und das Forchheimer Kammerorchester Antonio Vivaldis Komposition. Bei den vierstimmigen Chorsätzen ist barocke Klangfülle gefragt, die Berthold Höps seinem Ensemble auch problemlos abverlangen konnte.

In eine völlig andere Klangwelt entführte die Amberger Chorgemeinschaft das Publikum mit Arvo Pärts «Magnificat». Das ruhig dahinfließende Werk lebt von Sekundreibungen, die als «Klangwolken» im Raum stehen. Die Ammersrichter Kirche mit ihrer guten Akustik war als Veranstaltungsort sehr klug gewählt: leiseste Töne und verklingende Schlussklänge verfehlten nicht ihre Wirkung … bei einer derartig packenden Interpretation des Werkes durch Berthold Höps.

Bei der Kantate «Jesu, der du meine Seele» von J. S. Bach eröffnet und beschließt der Chor das Werk. Die Hauptakteure sind hier die Solisten und das Orchester. Susanne Geb, Andrea Bierbaum, Christoph Späth (Tenor) und Paul Parfitt (Bass) werden aus gutem Grunde bereits seit Jahren als Solisten für die Konzerte der Amberger Chorgemeinschaft engagiert. Besonders gut gefiel das Duett der beiden Frauenstimmen «Wir eilen mit schwachen…Schritten». Das Continuo, vor allem Orgel und Cello, begleitete spielerisch leicht es war ein beschwingtes, anmutiges Musizieren.

Klanggewaltig und überzeugend, im wahrsten Sinne des Wortes mit Pauken und Trompeten, präsentierte die Amberger Chorgemeinschaft die durchwegs fünfstimmigen Chorsätze des Bach-Magnificats. Berthold Höps wählte sehr klug und abwechslungsreich die Tempi der Chor- und Solosätze dieses Werkes. Übrigens «vergaß» er im Laufe des Konzerts wohl kein einziges Mal, einer Stimme im Chor oder im Orchester den Einsatz zu geben. Alle vier Solisten zogen bei ihren Arien noch einmal alle Register ihres Könnens. Das Forchheimer Kammerorchester und die Bläser des Opernhauses Nürnberg begleiteten aufmerksam und exakt; den beiden Querflötistinnen und dem Spieler der Oboe damore gebührt besonderes Lob. Lang anhaltender, begeisterter Applaus war der verdiente Lohn für alle Beteiligten des Konzertes.
(Amberger Nachrichten/Mittelbayerische Zeitung, 19. März 2002)

Magnificat in dreifacher Vertonung

Die Amberger Chorgemeinschaft war von Anfang an voll bei der Sache und begann kraftvoll und mit klarem Zugriff. Deutliche Gestensprache ist auch die Sache von Berthold Höps. So forderte er nicht nur vom Chor energischen Duktus und beste Aussprache, sondern auch vom frisch aufspielenden Forchheimer Kammerorchester durchsichtige Artikulation. Und die bekam er durchwegs, unterstützt von überzeugenden Bläsersolisten des Opernhauses Nürnberg.

Ergänzt wurde diese stets auf hohem Niveau angesiedelte Leistung durch Susanne Geb (Sopran) und Andrea Bierbaum (Alt) welche bei Vivaldis „Magnificat“ eine wichtige Rolle zu spielen hatten. Bei den Stücken von Bach kamen dann auch die kraftvoll agierenden männlichen Solisten Christoph Späth und Paul Parfitt zum Zuge. … Die Chorstimmen wirkten nach vorne leuchtend, was dem Klangausdruck sehr zugute kam, etwa im abschließenden „Gloria“.

Arvo Pärt, der estnische Komponist und spirituelle Sucher hat mit seiner Vertonung des Magnificats das „innere Leuchten“, die verborgene Mystik jenes Textes ins Zentrum gestellt. Und Höps vollzog diese Dimension mit seinem hochkonzentrierten Chor bewegend mit.

Bachs Kantate „Jesu, der du meine Seele“ und das „Magnificat“, das ein von Trompeten und Pauken unterstütztes prächtiges Klangbild zeigt, während in der Kantate eher die gedeckteren, kammermusikalischen Töne vorherrschen. Diese Unterschiede wußte Höps klug zu steuern und auszutarieren. Auch die Solisten Paul Parfitt und Christoph Späth überzeugten. Es gelang ein geschlossener, überzeugender Gesamteindruck, getragen auch von sicheren Solo-Instrumenten und einer gut gelaunt aufspielenden Continuo-Gruppe.

Dieser Eindruck wurde noch gesteigert in den mächtigen Chören und intimen Solo-Ensembles des abschließenden „Magnificat“. Zu Beginn strahlend vorwärtstreibender Jubilus, dann die Kontraste: demutsvolle Tongesten etwa im „Quia respexit“.

Beeindruckende Steigerungen des Gesamtklanges folgten im hochdramatischen „Omnes generationes“ und im packend machtvollen „Fecit potentiam“, bis das Konzert im strahlenden „Gloria patri“ einen würdigen Ausklang fand, welcher vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt wurde.
(Amberger Zeitung, 20. März 2002)

Amberger Chorgemeinschaft
Silvesterkonzert in der Erlöserkirche
(31. Dez. 2001)

Eine Reihe herrlich un-romantischer Chorsätze
Es ist schon eine gute Tradition, dass Berthold Höps mit seiner Amberger Chorgemeinschaft in der Erlöserkirche zu einer „Abendmusik in der Silvesternacht“ einlädt. Auch heuer war die Kirche am letzten Abend des Jahres sehr gut besucht.
[…] Vor allem an der vom Chor gesungenen weihnachtlichen Musik konnte man sich freuen. „Also hat Gott die Welt geliebt“ von Heinrich Schütz ist ein wunderbares a cappella-Werk. Und die interessanten, un-romantischen Chorsätze von Carl Orff lassen bekannte Weihnachtslieder in ganz anderer, klarer, schlanker Tonsprache erleben. Das altbekannte Kindelwiegen aus dem Kölner Gesangbuch 1623 – der Chor sang mit seinen Liedern einen besinnlichen Glanz in die Silvesternacht hinein, stets intonationssicher, unpathetisch und beweglich und von Höps motivierend und inspirierend geleitet.
(Amberger Zeitung vom 4. Januar 2002)

Amberger Chorgemeinschaft
Nachtkonzert
Klosterkirche Kastl
(21. Juli 2001)

Kirchenmusik vom Feinsten
4. Nachtkonzert der Chorgemeinschaft Amberg in der Kastler Klosterkirche ein großer Erfolg
Kastl (jp). Berthold Höps, Leiter und Dirigent der Chorgemeinschaft Amberg, hatte zum 4. Nachtkonzert in die Kastler Klosterkirche St. Peter, die wegen ihrer hervorragenden Akustik bekannt ist, eingeladen. Sowohl der nicht enden wollende Applaus als auch die große Besucherzahl zeigten, dass sich diese Konzerte fest etabliert haben. […]
(Amberger Zeitung vom 28./29. Juli 2001)

Amberger Chorgemeinschaft
Serenade im Maltesergarten
(1. Juli 2001)

Ein guts Liedlein, die Blumen rot, Lieb im Herzen und Vaters Gärtelein
Chorgemeinschaft Amberg erfreute Musikfreunde bei Serenade im Maltesergarten

AMBERG (ahi). Wieder hatten sich am Sonntagabend viele Amberger und Musikfreunde aus dem Umland im Maltesergarten eingefunden, um der Amberger Chorgemeinschaft mit Dirigent Berthold Höps bei seinem Liederreigen im Rahmen der Sonntagskonzerte zuzuhören. Sie waren alle begeistert, hörten sie doch wieder einmal schöne und wertvolle Volkslieder, aufgelockert mit einigen französischen Chorsätzen in der Originalsprache. „Nun fanget an, ein guts Liedlein zu singen …“, „Mit Lieb bin ich umfangen“, „Ich freu mich auf die Blumen rot“, „Wir lieben sehr im Herzen“ und „In deines Vaters Gärtelein“ – alle zauberhafte Chorsätze, die auch im Freien von der Chorgemeinschaft mit Klangfülle und guter Gestaltung vorgetragen wurden. Man spürte, dass sich die Sängerinnen und Sänger selbst auch eine Freude machten.
(Amberger Nachrichten vom 3. Juli 2001)

Amberger Chorgemeinschaft
J. S. Bach, Kreuzstabkantate
W. A. Mozart, Requiem
(13. April 2001)

Was für ein Karfreitagskonzert in St. Konrad!
Ammersricht erlebte mit der Aufführung von Mozarts Requiem einen Höhepunkt der Amberger Kultur

Die Amberger Chorgemeinschaft brillierte mit ungemein sauberen und klangschönen Tönen und makelloser Diktion… Berthold Höps führte das Orchester und die Sänger mit schnörkellosem, aber stets motivierendem Schlag zu Höchstleistungen.

Der Chor schwang sich zum eigentlichen „Star“ dieser Aufführung auf, souverän geleitet und angespornt von Berthold Höps, in jedem Moment dieses ungeheuer dichten und anspruchsvollen Werkes wirkte der Chor präsent, konzentriert und vor allem innerlich beteiligt. Und damit hat er so manchem Profichor doch Einiges voraus!

Höps fasste Mozarts Totenmesse strikt und dramatisch auf, verwischte und verweichlichte nichts, so dass sich klare Konturen und starke seelische Eindrücke abzeichnen konnten. Gebannt und hochkonzentriert lauschte das Publikum von Anfang an, ließ sich mitreißen vom apokalyptischen Eindruck des strengen „Dies irae“ und rühren von den innigen Klängen des „Recordare“.

Ein Höhepunkt reihte sich an den anderen und der Chor hatte keine Mühe, die radikalen Wechsel von den anstrengenden Passagen des schonungslosen „Confutatis“ zum erschüttert flehenden „Lacrimosa“ mitzuvollziehen. Überhaupt war es bewundernswert mitzuerleben, wie viel Standvermögen dieser Chor hat. Auch die lautesten und extrovertiertesten Stellen verleiteten Höps nicht, den Chor zum Drücken und Forcieren zu zwingen, so dass der kraftvolle, aber wo nötig auch runde und weiche Klang des Chores bis zum Schluss nie leiden musste. Dies ist wohl besonders auf die kontrollierte und scheinbar zurückhaltende Dirigierweise von Höps zurückzuführen, die dennoch keinerlei emotionales Understatement produzierte.
(Amberger Zeitung vom 17. April 2001)

Chorgemeinschaft erfüllte die Kirche mit Leid und Hoffnung
Ein nachhaltig beeindruckendes Kirchenkonzert zum Karfreitag

Mit ihrer beeindruckenden musikalischen Darbietung zweier großer musikalischer Meister hinterließen Chorgemeinschaft, Orchester und Solisten einen bleibenden Eindruck zum Karfreitag.
(Mittelbayerische Zeitung vom 17. April 2001)

"Carmina burana" - open air vor dem Amberger Rathaus (30. Juni 2000)

Amberger Chorgemeinschaft
Carl Orff, Carmina burana
open air auf dem Amberger Markplatz
(30. Juni 2000)

3000 Zuschauer waren begeistert
Marktplatz als Freiluft-Theater: Viel Applaus für Open Air

Orffs „Carmina Burana“, eine Musical-Night und zuletzt noch der „Jedermann“ – nachts, unter freiem Himmel, vor der Kulisse des historischen Rathauses, das war schon ein ganz besonderes Erlebnis, von dem man sicher noch lange reden wird. Schön auch, dass man, anstelle des üblichen Balls für geladene Gäste, in diesem Fall auf ein Kultur-Ereignis gesetzt hatte, das nicht nur einem kleinen Kreis offenstand. Die Beteiligten wurden dafür mit drei fast komplett ausverkauften Vorstellungen belohnt, und die jeweils rund 1200 Zuschauer freuten sich über drei mitreißende, künstlerisch und technisch hervorragende Aufführungen.
(Amberger Zeitung vom 3. Juli 2000)

Der Beifall brandete auf – und Berthold Höps lächelte
Amberg erlebte großartige Aufführung der „Carmina Burana“

Als der letzte Ton verklungen war, drehte Berthold Höps sich langsam um – und ein ganz und gar uneitles, doch zufriedenes Lächeln wanderte über sein Gesicht. Ein großes Werk war vollbracht und die voll besetzte Tribüne auf dem Marktplatz adelte dieses zum Teil hausgemachte Konzertereignis mit „Bravo“-Rufen und nicht enden wollendem Applaus. Orffs „Carmina Burana“ ziehen die Massen an. Das Interesse an Karten hätte wohl auch für zwei Vorstellungen gereicht. Doch es war (leider) nur ein Abend, auf den die beteiligten Amberger Chöre hingearbeitet hatten. Die Amberger Chorgemeinschaft unter Berthold Höps, der Gemischte Chor des MRG unter Peter K. Donhauser und Mitglieder des Amberger Oratorienchors bewältigten mit Unterstützung der Singakademie Plauen und des Konzertchors der Hofer Symphoniker den schweren, gut einstündigen Brocken, mit dem Orff 1937 frischen Wind in das Musiktheater brachte.

Wuchtig-urwüchsige Passagen wechseln sich darin mit sanften, heiteren Melodien ab. Ohnehin keine leichte Aufgabe für die Sänger, die sich noch dazu für einen Auftritt zu einem homogenen Ganzen zusammenzufügen hatten. Doch es gelang. Diese Aufführung muss sich nicht hinter den jährlichen Events in der Landeshauptstadt verstecken. Mehr als das: Der Chor faszinierte durch Volumen, Klarheit in der Opulenz, saubere Ansätze, deutliche Diktion. Den Sängern, den Chorleitern und nicht zuletzt Höps ist es zu verdanken, dass die Aufführung so meisterhaft gelang.

„Zeremonienmeister“ Berthold Höps hielt die Fäden über die gut einstündige Aufführung hinweg straff in den Händen. Man dankte es ihm mit tosendem Beifall, er bedankte sich mit der Zugabe „O Fortuna“, dem Anfang und Ende der Lieder. Oh Glück, dass die Stadt einen wie ihn hat.
(Amberger Nachrichten vom 3. Juli 2000)

Für begeisterte Zuhörer ein Musikerlebnis voll Feuer
„Carmina Burana“ von Carl Orff beim „Amberger Open Air 2000“ – Solisten, Sänger, Chöre und Orchester bieten eine Meisterleistung

Einen besseren Einstieg hätte man sich kaum wünschen können in das „Amberger Open Air 2000“ am vergangenen Freitag. Hoch „Boris“ bescherte fast ideales Sommerwetter, das dem Platz vor dem Amberger Rathaus ein südländisches Flair verlieh, und mit den seit Wochen ausverkauften „Carmina Burana“ von Carl Orff gelangte ein großartiges Werk zur Aufführung.

Der Initiator dieses „Millenniumspektakels“, Berthold Höps, hatte das Kunststück fertiggebracht, insgesamt etwa 250 Sängerinnen und Sänger aus fünf Chören zu einem faszinierenden Chorensemble zusammenzufügen, das die vielschichtigen und umfangreichen Chöre dieses „Kleinen Welttheaters“ mit Feuer und Begeisterung sang und dabei eine fast unglaubliche rhythmische Geschlossenheit realisierte.

Die Amberger Chorgemeinschaft, Berthold Höps „Hauschor“, der gemischte Chor des Max-Reger-Gymnasiums (Einstudierung Peter K. Donhauser), Mitglieder des Amberger Oratorienchores, die Singakademie Plauen (Leitung Eckehard Rösler) und der Konzertchor der Hofer Symphoniker (Einstudierung Gottfried Hoffmann) waren Teile eines grandiosen Ganzen.
Gesangssolisten von höchstem künstlerischem Niveau, dazu eine Licht- und Sound-Regie des Musikhauses Raab, die nicht nur keine Wünsche offen ließ, sondern in den optischen Effekten Spitzenleistungen erbrachte, sowie als Orchester die Hofer Symphoniker machten diesen Abend für Zuhörer und singende Mitwirkende zu einem in Amberg noch nicht erlebten Musikereignis.

In der „Amberger Aufführung“ hatte der Chor die stärksten Momente. Er eröffnete das Werk mit dem monumentalen „O Fortuna“ in ekstatischer Begeisterung, fand auch zu inniger, sinnlicher Lyrik in den amourösen Teilen, ebenso wie die Männer die Sauf-Exzesse des „Bibit“ kraftvoll und geschmeidig darzustellen wussten.

Auffällig war die gegenseitige Faszination Chor – Dirigent, die dem Werk Leben und Impulse gab. So gerieten diese „Carmina“ zu einem Highlight in Amberg, das auf lange Zeit Maßstäbe setzen wird. Der euphorische Applaus sprach dafür Bände.
(Amberger Zeitung vom 3. Juli 2000)

Amberger Chorgemeinschaft
Jubiläumskonzert 20 Jahre ACG
(9. April 2000)

Demonstration klanglicher Größe
Beeindruckendes Festkonzert der Amberger Chorgemeinschaft im ACC

Von der örtlichen und regionalen Presse wurde sie auf ihrem Weg mit Superlativen überhäuft. Aus der Vielzahl der Pressestimmen sei nur zitiert „Der neue Tag“: „Die Amberger Chorgemeinschaft ist unbestritten einer der besten Chöre der Oberpfalz.“ Mit einem musikalischen Festabend feierte die Chorgemeinschaft am Sonntagabend im ausverkauften Amberger Congress Centrum ihr 20-jähriges Bestehen. Mit drei A-cappella-Chören aus der neuen CD eröffnete der Chor unter Leitung von Berthold Höps das Programm. Besonders die achtstimmige Mendelssohn-Motette „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ war in ihrer exzellenten Interpretation faszinierend. Sauberste Intonation, gute Textverständlichkeit und beispielhafte Homogenität der Mehrstimmigkeit waren Merkmale dieser außergewöhnlichen Gestaltung.

In seiner Ansprache zum Jubiläum stellte Chorsprecher Otmar Röhnert seine Ausführungen unter eben dieses Motto. „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ sei Aufforderung an alle, die Musik als großartige Gabe anzusehen. Freude und Dankbarkeit bewegen den Chor am Jubiläum. Er stellte die Frage, was das Besondere an der Amberger Chorgemeinschaft sei. Es sei, so Röhnert, die Vielfalt, die das Selbstverständnis des Chores ausmache. Dadurch habe jedes Konzert seine besondere Stimmung erhalten, sei Spannung erzeugt, die Lebendigkeit des Singens geschult und der Chor gefordert und gefördert worden. „Das alles verdanken wir Ihnen, lieber Herr Höps, unserem Chorleiter seit 20 Jahren“, rief Röhnert unter dem Beifall des Publikums dem Gründer und Leiter des Chores zu.

Anschließend präsentierte der Chor gemeinsam mit dem durch Nürnberger Bläser verstärkten Orchester Collegium Noricum Ausschnitte aus seinen Konzerten der vergangenen Jahre. Von Bachs „Weihnachtsoratorium“ über die h-Moll-Messe, Händels „Messias “ und Mozarts „Requiem“ bis zu Haydn, Brahms und Mendelssohns „Elias“ reichte die Bandbreite. Dabei litten die als erste gesungenen Bach-Werke etwas darunter, dass das Orchester die von Berthold Höps vorgegebenen scharfen Tempi nur widerwillig mitging. […] Aber auch hier überzeugten die strahlenden Soprane, die beweglich singenden Männerstimmen, wurden die Bach’schen Koloraturen sehr flexibel bewältigt.

Ohne übertriebenes Pathos, aber mit den typischen „Karl-Richter-Ritardandi“ klang der Choral, Händels „Messias“ mit den heiklen A-cappella-Einsätzen zu Beginn des Chores Nr. 44 „Since by Man“ und das „Halleluja“ waren erste Höhepunkte des Konzertteils. Ausgesprochen gut gelungen auch aus Brahms‘ „Requiem“ der mächtige Chor „Wie lieblich sind deine Wohnungen“. Aus Mozarts Requiem hatte Höps „Kyrie“, „Dies irae“ und „Hostias“ ausgewählt, von denen „Dies irae“ in seiner elementaren Wucht besonderen Eindruck hinterließ.

Aus Haydns „Schöpfung“ wurde der Chor „Vollendet ist das große Werk“ zu einer Demonstration klanglicher Größe und Übereinstimmung mit dem Orchester. Glanzpunkt des Abends waren jedoch aus Mendelssohns „Elias“ die beiden Chöre „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ und „Dank sei Gott“. Diese Musik atmete religiöse Empfindung. Das herrliche Werk Mendelssohns wurde faszinierend gestaltet.

Die gewaltigen Klänge romantischer Sensibilität waren ebenso ergreifend wie begeisternd. Man spürte, wie der Chor mit diesem Werk lebte und fühlte. Höps war bei all den aus so unterschiedlichen Epochen ausgesuchten Werken stets ein souveräner Dirigent, der die Partituren meist im Kopf hatte und mit knappen, aber klaren Zeichen seine Intentionen zu vermitteln verstand. So gab der überaus herzliche Beifall am Schluss die Überzeugung der Zuhörer wieder, dass der eingangs erwähnte Superlativ seine Berechtigung hat.

Amberger Zeitung (Überregionaler Teil, Kultur) vom 12. April 2000

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